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Wolff Grundlagenforschung
info@wolff.ch
Landstrasse 21, Itaslen, 8362 Balterswil, Schweiz
Wolff Grundlagenforschung wurde 2016 von Peter Wolff als
Einzelfirma gegründet, und seit Ende 2023 gibt es auch einen eingetragenen Verein gleichen Namens und
gleichen Orts.
Der Verein wurde gegründet, nachdem die Forschungsarbeiten im Frühjahr 2022 zu einem grossen
Durchbruch in der Gravitationstheorie unter Aufgabe der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) geführt
hatten (siehe auch weiter unten) und Anfang 2023 im Buche
Neue Physik veröffentlicht worden waren.

Zum 450. Geburtstag, der in
unserem Kalender auf den heutigen Sonntag, den 9. Januar 2022, fällt, widme ich meine Arbeiten
Johannes Kepler
dem erfolgreichsten Grundlagenforscher aller Zeiten, der neben seinen bahnbrechenden himmelsmechanischen
und optischen Arbeiten explizit auch den Begriff der (kosmischen) Trägheit in die Physik einführte und
implizit den des absoluten Raumes. Die Rudolphinischen Tafeln, Keplers letztes grosse Werk, die auf
seinen Planetengesetzen fussen, waren etwa 30 mal genauer als alle früheren und blieben die besten für
etwa 100 Jahre.
Neu: zum (RT-)Aus des Zwillingsparadoxons
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Schwerwelt-
oder
Neue Physik
Ihr Hauptergebnis mit neuem Allmodell ist die
(Neuklassische) Gravitation (NKG)
Sie besteht aus
- Gravodynamik oder lokaler Himmelsmechanik
- Weltpotentialtheorie (WPT) mit statischer (Müdlicht-)Kosmologie
und
- MOND-Brücke, die Gravodynamik und WPT verbindet.
Summarische Vertiefung
Die lokale NKG oder Gravodynamik ist eine speziell relativistische Verallgemeinerung
der klassischen Gravitationstheorie in Analogie zur Elektrodynamik (siehe auch
weiter unten), weshalb wir sie neuklassisch nennen. Die ART mit den
Hilbert-Einstein-Feldgleichungen wird vollständig aufgegeben, womit auch die geometrische
ART-Erklärung der Gravitation mit „Krummräumen“ entfällt. Allerdings ist die ART eine
derart gute Näherung der Gravodynamik, dass die beiden wohl noch für sehr lange Zeit messtechnisch
nicht unterschieden werden können.
Die kosmische NKG oder Weltpotentialtheorie geht vom kosmologischen Prinzip aus
(homogenes überall isotropes All) wie die ART-Kosmologie. Die damit nahegelegte All-Symmetrie legt
für die WPT die Art der zulässigen Schwerkräfte auf Testmassen fest, nämlich
konstante Bremskräfte bzw. ‑beschleunigungen Hc (H = Hubblekonstante und c =
Lichtgeschwindigkeit), ausser auf ruhende Körper, da deren jeweiliger Aufenthaltspunkt auch effektives
Schwerezentrum ist. Diese Bremsschwerkraft führt zur kosmischen Zeitdehnung und Rotverschiebung.
Nicht nur für Licht, sondern auch für Testmassen mit v > 0 im Vakuum ist die
Bremsbeschleunigung konstant = Hc. Wenigstens radial ist ein solches All zu einem mit konstanter
Expansionsbeschleunigung Hc äquivalent, was ungefähr einem messdatenangepassten
ΛCDM-Modell mit dunkler Energie entspricht; letztere liefert den Schub für die
ΛCDM-Allexpansionsbeschleunigung, was beweist, dass ΛCDM falsch ist, da niemand weiss,
woher ein solcher Schub kommen sollte und es auch nicht die geringsten (direkten) Hinweise auf seine
Existenz gibt.
Die MOND-Brücke verbindet die lokale NKG, die Gravodynamit, mit der kosmischen NKG, der
Weltpotentialtheorie mit gravitativer Bremsbeschleunigung Hc auf alle Testmassen mit v > 0 und
Licht; sie ist nicht nur für die bekannten „MOND-Phänomene“ wesentlich, sondern
auch für die grossräumige kosmische Strukturbildung.
Zwischenbeurteilung
- Die Gravodynamik kann im Rahmen bisheriger Physik und Mathematik weder die (gut
belegten) Schwarzschildbahnen von Testkörpern in starken Zentralfeldern noch die
Thirring-Lense-Effekte rotierender schwerer Massen berechnen, und die ART kann dies
nur mit der Ad-hoc-Annahme von „Raumkrümmungen“.
- Die Weltpotentialtheorie, die stabil statische NKG-Kosmologie, widerspricht der
klassischen und ART-Physik, da weder nach Newton noch in der ART in einem homogen-isotropen
All eine statische Kosmologie möglich ist. Recht gibt ihr der Erfolg, da sie die kosmischen
Beobachtungen bei gleichzeitiger Vermeidung der grössten ΛCDM-Probleme
weit besser als ΛCDM erklären kann.
- ΛCDM, die ART-Standardkosmologie, ist keine seriöse Theorie, da sie
noch nicht einmal alle Beobachtungen nur mit einem Allmodell erklären kann, das zu rund
95% aus erfundener Geistermaterie und ‑energie besteht.
Zusammenfassend heisst dies, dass Kepler-Newton und die ART in der Kosmologie auf
Geistermaterie und ‑energie angewiesen sind und die NKG auf (mehr oder weniger) neue Physik und
Mathematik, insbesondere auf eine Erweiterung der mathematischen Methoden der Physik mit dem
Einbezug aktualer Unendlichkeiten im Grossen und Kleinen, auch wenn dies noch nicht in einer in der
Mathematik üblichen Form und Strenge geschieht.
Aktuale Unendlichkeiten in der Physik
Bei den aktualen Unendlichkeiten geht es vor allem um ein neues bzw. besseres Verständnis der in der
Mathematik schon lange diskutierten Unendlichkeitsproblematik, auf die wir hier nicht eingehen. Neu
unterscheiden wir potentielle und aktuale Unendlichkeiten, womit vermutlich erstmals aktuale
Unendlichkeiten explizit in die Physik eingeführt werden, obwohl die wichtigste aktual unendliche
physikalische Grösse, die Lichtgeschwindigkeit, seit über 100 Jahren als Lichteigengeschwindigkeit
bekannt ist. Aber erkannt hatte das bisher meines Wissens niemand. Die Infinitesimalrechnung kennt nur beliebig
grosse und kleine Zahlen mit den üblichen Rechenregeln, aber nicht aktual oder echt unendlich grosse oder
kleine Zahlen, die (additiv) unveränderlich sind, ausser im Sinne von Grenzwerten, weshalb wohl
Poincaré meinte, auf den Begriff der aktualen Unendlichkeit mindestens im Sinne Cantors
verzichten zu können.
Andererseits kennt man längst eine Zahl für das aktual unendlich Kleine, nämlich die Null. Sie ist
aber keine natürliche Zahl. Der naheliegendste Ansatz für das aktual unendlich Grosse ist die
Inverse der Null, die in der herkömmlichen Mathematik noch nicht einmal
definiert, also irregulär ist. Das war in der Physik bisher nur darum kein Problem, weil aktuale
Unendlichkeiten in experimentell überprüfbaren Modellen und Theorien nicht vorkommen können,
mindestens sich bisher nicht deutlich zeigten, ausser vielleicht in der Kosmologie, in der die
Unendlichkeitsproblematik seit etwa 2500 Jahren (oft primär philosophisch und theologisch)
kontrovers diskutiert wird. Auf die für die WPT wichtigsten Aspekte gehen wir darum zuerst ein,
danach auch auf die schwierigere Situation in der lokalen Gravodynamik:
Der unendliche Kosmos und die WPT
Für eine aktual unendliche, homogen-isotrope Weltkugel gibt es
spätestens seit Nikolaus von Kues (1401-1464) eine Konkretisierung des Unendlichkeitsproblems: Eine
solche Kugel besitzt nämlich weder Mitte noch Rand. Deswegen sind alle Punkte gleichwertig,
und jeder Punkt darf willkürlich als Mitte gewählt werden. Diese Bedingung kann in der Newtonschen
Kosmologie (siehe Kapitel 5 in der Arbeit Weltpotentialtheorie von 2016), die formal
zu ΛCDM äquivalent ist, mit einem Allmodell erfüllt werden, in dem sich alle Punkte mit
einer Geschwindigkeit v voneinander entfernen, die zu ihrem Abstand r proportional ist; das ist die
Hubble-Expansion mit v = Hr, die für genügend grosse r also insbesondere für kosmische
Abstände einer mit Hc konstant beschleunigten Allexpansion entspricht. Sie kann nur postuliert,
aber nicht physikalisch begründet werden.
Nur selten wird beachtet, dass weder die Newton- noch die ART-Kosmologie „von Natur aus“
zur Beschreibung eines aktual unendlich grossen Alls taugen, da sowohl die Poissongleichung wie die
ART-Feldgleichungen nur lokal definiert sind und ihre Gültigkeit auf kosmischen Skalen postuliert
werden muss, was man seit etwa 100 Jahren, meist ohne sich dessen bewusst zu sein, tut. Der Preis ist
hoch und heisst ΛCDM mit erfundener Dunkler Materie und Energie, während die statische
WPT-Kosmologie eines aktual unendlichen Alls sogar den Wert der Hubblekonstante H
grössenordnungsmässig für das idealisierte WPT-Vollkugelmodell des Alls aus der Alldichte
abschätzen kann (siehe z.B. Seite 208 bis 211 im Buch Neue Physik).
Zur Quantifizierung nur schon der einfachen Kosmologie mit homogen-isotroper statischer
Vollkugelwelt reicht das bisher Gesagte nicht, weil zur Berechnung von Testkörper- und
Lichtbahnen in einem Schwerefeld die spezielle Relativitätstheorie (SRT) zu berücksichtigen
ist. Einstein fand oder erriet 1907 eine Methode, das Äquivalenzprinzip, die auch ohne Kenntnis
einer speziell relativistischen Gravitationstheorie erlaubt, Teilchen- und Lichtbahnen in Schwerefeldern
zu berechnen, indem man die Schwerkräfte im Sinne eines Rechentricks durch äquivalente Fahrstuhl-
oder Raketenbeschleunigungen ersetzt, so dass man die Bahnberechnungen allein mit Mitteln der SRT
durchführen kann (siehe Kap. 6 bis und mit 6.2 im Buch Neue Physik für
lokale und kosmische Anwendungen). Schön ist daran, dass das Äquivalenzprinzip in der Klassik,
ART und unserer NKG gilt. Aber nur die NKG kann es zusammen mit dem Machprinzip mit der WPT physikalisch
begründen.
Die WPT ist die erste Theorie mit darin enthaltenem Machprinzip, das die (lokale) Trägheit auf alle
Massen des Alls, genauer auf die aktual unendliche Massenschale in aktual unendlicher Ferne,
zurückführt. Mach meinte aber noch, dass es keinen absoluten Raum geben könne. Er und alle
andern „Relativisten“ übersahen bis heute die Auswirkungen eines (möglicherweise)
aktual unendlich grossen Alls auf die Physik, wenn man beachtet, dass eine aktual unendliche Grösse
(durch Addition) weder vergrössert noch verkleinert werden kann, noch nicht einmal durch eine
potentiell unendliche Grösse. Das heisst aber, dass in einem aktual unendlichen NKG-All sogar das
potentiell unendliche klassische All Platz hat, weil es gegenüber dem NKG-All potentiell unendlich
klein ist.
Auch in der lokalen Physik spielt die Unendlichkeitsfrage eine wichtige Rolle, weil die
„wahre“ Lichtgeschwindigkeit, die Eigengeschwindigkeit, aktual und nicht nur potential
unendlich gross ist. In der lokalen Physik genügen aber unsere bisherigen Ausführungen übers aktual
Unendliche nicht, um in Rechnungen davon Gebrauch machen zu können.
Grundsätzliches zu aktualen Unendlichkeiten
0 als Symbol für das Nichts ist die
einzige (nicht natürliche) aktual unendlich kleine Zahl, die wir schon kennen, und ∞
ist das Symbol für aktual unendlich gross oder alles; die fette Schreibweise soll auf aktuale
Unendlichkeiten hinweisen. Aus obigem ergibt sich das wichtige Begriffspaar nichts und
alles oder 0 und ∞. 0 & ∞ sei das Symbol fürs aktual
unendliche Paar, wofür man auch 1/∞ & 1/0 schreiben kann, wobei 1 für jede
beliebige natürliche (oder auch positive rationale Zahl) steht. Die Null galt „schon
immer“ als problematisch, weil man aus nichts nichts Neues (noch nicht einmal eine Eins)
schaffen kann, und das aktual Unendliche hielt man oft ausser für Gott für unerfass-
und unerkannbar, mindestens nicht für im üblichen Sinne quantifizierbar. Intuitiv wird man
0 wohl allgemein als leichter handhabbar ansehen als ∞, ausser wenn ∞
als Divisor in einem Bruch auftritt. Das gilt allerdings nicht in der Physik, wenn mit null eine
Zeitdauer gemeint ist; in 0 Zeit kann man grundsätzlich nichts messen oder erkennen.
Dem in der neuen Physik und Mathematik wichtigen 0 & ∞-Paar geben wir den Namen
Nullallpaar, weil es die Welt formal vom aktual unendlich Kleinen bis Grossen umfasst. Mit Riemanns
Zahlenkugel von 1851, einer (inversen) sterographischen Abbildung der komplexen Zahlenebene auf eine
Kugel (siehe Anhang A im Buch Neue Physik), versteht man das Nullallpaar besser:
Es entspricht den Polen auf der Kugel, wobei der Nordpol ein (im Endlichen liegender) Sammelpunkt
aller (aktual) unendlich fernen Punkte der komplexen Zahlenebene ist, wodurch das aktual unendlich
Ferne mit einem Blick erfasst werden kann. Weil alle Kugelpunkte gleichwertig sind, kann der Nordpol
bzw. ∞ jedem beliebigen Kugeloberflächenpunkt zugeordnet werden und 0 dem
gegenüber liegenden Punkt. So wird das wegen schierer Ferne oder mangels Zeit Unerkennbare erkennbar,
sei es durch eine projektve Abbildung wie hier oder durch die Spur(ab)bildung beim aktual unendlich
schnellen Licht.
Das (eigentlich) unendlich schnelle Licht und die SRT
Da wir die Welt so sehen, wie das Licht sie uns zeigt, sind die Lichteigenschaften (möglichst ohne
äussere Einflüsse, also im feldfreien Vakuum) besonders wichtig. Experimentalphysik und die
beobachtende Astronomie (letztere nicht ohne theoretische „Korrekturen“) haben seit Rømer
mit ständig steigender Genauigkeit gezeigt, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum in
Inertialsystemen konstant = c ist, und zwar ganz unabhängig von der Lichtquellen- und
Empfängergeschwindigkeit und auch von der Relativgeschwindigkeit des Messgerätes zum
Lichtwellenmedium, dem früher stofflich angenommenen Äther, wie Michelson und Morley 1887 zeigen
konnten. Das war zusammen mit Kaufmanns Elektronenstrahlversuchen ab etwa 1900 in einem Magnetfeld,
die c als fundamentale Grenzgeschwindigkeit nahelegten, der Startschuss zur Formulierung der
modernen Schul-SRT mit neuer Raumzeit-Struktur. Dass diese gar nicht zwingend nötig ist, merkte
Poincaré, der Erfinder der SRT-Raumzeit für Rechenzwecke (1905), zuerst. Dass die SRT aber nicht nur
das Rechnen gewaltig erleichtert, sondern dass ihr auch physikalisch und noch mehr mathematisch eine
Sonderrolle zukommt, erkannte er nicht, obwohl sie selbst schon viele Hinweise zu ihrer eigenen
tieferen Begründung und Erweiterung zur dualen SRT enthält:
- Die SRT-Dualität zeigt schon die Schul-SRT mit ihren zwei Lichtgeschwindigkeiten:
die in einem Inertialsystem gemessene „Dreiergeschwindigkeit“ c und die Eigen- oder
Vierergeschwindigkeit = Eigenweg/Eigenzeit = ∞. Der Eigenweg ist der im Eigensystem, dem
Wegsystem, gemessene Lichtlaufweg, und die Eigenzeit ist die von einer auf dem Lichtstrahl
„reitenden“ imaginären Uhr gemessene Flugzeit, die für Licht nach SRT immer
0 ist, also aktual unendlich klein, womit die Eigengeschwindigkeit ∞
wird. Das heisst, dass die Eigengeschwindigkeit schon in der SRT ∞ ist und die
Eigenflugzeit 0, auch wenn das meines Wissens bisher niemand gemerkt hat. Darum kann
man Licht selbst mangels Zeit nicht erkennen, sondern nur seine Spuren z.B. auf Photoplatten
oder unserer Netzhaut.
Diese Fakten stehen am Anfang meiner Spurentheorie (SpT), die den SRT-Formalismus
zwar beibehält, aber nicht mehr mit einer neuen Raumzeitstruktur begründet. Die gemessene
Lichtgeschwindigkeit ist neu die Spurengeschwindigkeit, die durch die Spurentstehungszeit,
die nicht null sein kann, bestimmt wird. Oben hatten wir schon gesehen, dass
durch geeignete Abbildungen ∞ einer endlichen Zahl zugeordnet werden kann, die
aber wie ∞ (additiv) weder vergrössert noch verkleinert werden kann, also eine
(universelle) Konstante ist. In der SpT führt die Spur(ab)bildung der aktual unendlichen
Licht(eigen)geschwindigkeit zu c, was einer unendlich starken Zeitlupe (für die
Eigenzeit) mit dem aus der SRT bekannten Vergrösserungsfaktor 1/√(1-β2)
mit β = v/c entspricht. Die SRT-Geschwindigkeitsaddition garantiert weiter, dass sich
c beim Verschieben des Messgerätes von einem inertialen Bezugssystem in ein anderes
nicht verändert.
- Der SRT-Äther ist das feldfreie Vakuum, was seit dem Ende des horror vacui
leicht zu erkennen ist, wenn man bedenkt, dass Licht die riesigen Leeren von fernen Galaxien zur
Erde (fast) ungestört durchläuft. Dass man das Vakuum in der SRT als Lichtwellenmedium
ansehen darf, wissen (darum) wohl viele, aber niemand scheint bisher gemerkt zu haben, dass man
einen „Vakuum-Äther“ auch immer als mitgeführten Äther ansehen kann, weil
die Relativgeschwindigkeit zwischen verschiedenen Vakua z.B. dem in einem Interferometer
(Luft ist für Licht schon fast ein Vakuum) und dem im nicht rotierenden fast inertialen
Sonnenbezugssystem ganz grundsätzlich nicht gemessen werden kann. Damit entfällt der
ursprüngliche Grund, (ad hoc) eine neue Raumzeitstruktur einzuführen. Weil auch die SpT
bei Verwendung von Lokalzeituhren! ein konstantes c verlangt, ändert sich der
(SRT-)Formalismus nicht. Die Verwendung von lokalen Uhren zur Zeitmessung ist aber kein
physikalisches Muss, sondern nur der Bequemlichkeit geschuldet, um die physikalischen
Gleichungen lorentzkovariant schreiben zu können, was fast alle Rechnungen besonders einfach
macht. Anders ist es meistens nur, wenn es um Gleichzeitigkeitsfragen geht, die mit
Weltzeituhren, den Lokalzeituhren eines universellen, inertialen Referenzsystems, leichter
zu behandeln und zu verstehen sind. Eine gut bekannte Analogie aus dem täglichen Leben ist
die Ortszeit, die heute durch Zeitzonen angenähert wird, und die Welt- oder Greenwichzeit.
Die Freiheiten der Zeitmessvorschriften bzw. ‑definitionen wurden seit Poincaré ausgiebig
diskutiert (siehe Anhang C im Buch Neue Physik; bis Seite 320 ersetze
man RT durch SRT). Dies zeigt, dass die grundsätzliche Möglichkeit Weltzeituhren zu
benützen, keine Folge der neuen SRT-Begründung ist. Wir reduzieren Poincarés unendlich
grosse Wahlfreiheit aber aus primär physikalischen Gründen auf die Lokal- und Weltzeit, die
der Lokalzeit eines aus allen Inertialsystemen frei wählbaren Referenzsystems entspricht.
In der realen Welt mit Schwerefeldern, die in der SRT nicht berücksichtigt werden, gibt es
keine (universellen) Inertialsysteme, womit es auch keine (echte bzw. physikalisch
sinnvolle) Wahlfreiheit für die Weltsysteme mehr gibt.
- Die Ortszeittransformationen werden in den mir bekannten Lehrbüchern nicht
explizit behandelt. Man erhält sie aus den Lorentztransformationen, wenn man
β2 mit null annähern darf, aber nicht β = v/c. Sie sind damit im
Wesentlichen die in der Makrowelt gültigen Transformationen, während die
Lorentztransformationen (fast) nur in der Hochenergiephysik unverzichtbar sind. Die
Ortszeittransformationen lassen sich recht anschaulich physikalisch herleiten (siehe Seite
21 unten bis 23 Mitte im Buch Neue Physik), woraus man dann durch
„Einfügen“ des SpT-Zeitlupenfaktors die Lorentztransformationen erhält. Noch ein
Wort zu den Galileitransformationen: Sie sind in der NKG „nur“ eine Idealisierung
für ein All mit potential unendlich kleiner Massen- bzw. Energiedichte.
- Zeitdehnung und Längenkontraktion in der SRT: Die Eigenzeitdehnung ist (als
Spurentstehungseigenzeit/Lichtlaufeigenzeit) in der SpT ein physikalischer Effekt, während
die Längenkontraktion bzw. Eigenwegkürzung ein dem Formalismus geschuldeter Scheineffekt
ist, da die Spuren den gleichen Eigenweg zurücklegen müssen wie die (schnelleren)
Spurauslöser. Die Eigenflugzeit kann so gegenüber der Spurenzeit formal genau so verkürzt
werden, wie wenn die mitfliegenden Uhren überlichtschnell flögen, was sie bei vorliegender
Längenkontraktion „in Wahrheit“ ja auch tatsächlich tun.
- Fernkräfte lässt der SRT-Formalismus immer dann zu, wenn die aktual unendliche
Eigengeschwindigkeit der Licht- oder Schwereausbreitung zuständig ist, also immer dann,
wenn es nach SpT zu keiner Spurbildung kommt, was auch der Fall ist, solange ein Elektron in
einem Atom nicht seine Bahn bzw. seinen Zustand ändert, und Einsteins spukhafte Fernwirkung
wird eine Banalität; etwas mehr dazu findet man im Abschnitt 2.1.2, speziell ab 2.1.2.1 im
Buch Neue Physik.
- Antiteilchen sind eine zwingende Folge der SpT, weil die (wahre) Eigen- bzw.
Vierergeschwindigkeit beliebig viel grösser als die maximale Spurengeschwindigkeit c sein kann.
Dies wird durch Stückelbergs Antiteilchendeutung (1941, fast 10 Jahre vor Feynman) mit in der Zeit
rückwärts laufenden „normalen“ Teilchen negativer Energie bestätigt und
konkretisiert, was im Abschnitt 2.2.3.2 im Buch Neue Physik erklärt wird. Abb. 2.3 zeigt
anschaulich, wie nach SpT mit der Stückelbergdeutung echte Überlichtgeschwindigkeiten auf dem
Umweg über (scheinbare!) Paarerzeugungen und ‑vernichtungen möglich sind; real sind im
genannten Bild nur die gut lokalisierten Beschleunigungen bzw. Wechselwirkungen mit Gammastrahlen. Das
löst das SRT-Zwillingsparadoxon, mindestens für hochrelativistische Geschwindigkeiten bzw.
Prozesse. Für Fälle, die mangels genügend Beschleunigungsenergie keine Paarerzeugungen
zulassen, ist wohl die quantenmechanische Unschärfe zur (vollständigen) Auflösung des
Paradoxons beizuziehen, was aber noch näher zu untersuchen ist.
Inzwischen hat sich gezeigt, dass das viel einfacher ist: Überlichtgeschwindigkeiten (auf Hin-
und Rückreisen) sind nämlich auch ohne den Umweg über Antiteilchen möglch (siehe
weiter unten). Wenn die Überlichtgeschwindigkeit aber so gross sein soll,
dass galaktische oder gar intergalaktische Reisen während eines Menschenlebens grundsätzlich
möglich werden, geht das nicht ohne das Auftreten von Antiraketen (analog zu den Positronen in
oben genannter Abb. 2.3) im Heim- bzw. Ruhesystem.
Etwas verallgemeinert folgt aus der SpT unter Beachtung von Stückelbergs Antiteilchendeutung
auch das CPT-Theorem (siehe Abschnitt 3.5.2.3 im Buch Neue Physik). Deswegen ist die
Suche nach einer Erklärung für den Überschuss von Materie gegenüber Antimaterie im All
sinnlos, weil es gar keine (echte) Antimaterie gibt.
Lokale Physik und die Gravodynamik
Dank der aktual unendlichen „wahren“ Lichtgeschwindigkeit wird es möglich, nicht nur
kosmische, sondern auch lokale „relativistische“ Probleme, wie die Schwarzschildbahnen
von Testkörpern in starken Zentralfeldern von schweren Massen und die Thirring-Lense-Effekte
rotierender Massen ohne ART bzw. Raumkrümmungen zu behandeln (siehe Seite 273 bis und mit 275 im
Buch Neue Physik). Das ist der formale Kern der Gravodynamik, der es erlaubt,
die ART mit ihren Krummräumen aufzugeben.
Gavitativ ausgezeichnete lokale Weltbezugssysteme
In Schwerefeldern gibt es keine Inertialsysteme, ausser örtlich und zeitlich infinitesimal
kleine wie in ART und Klassik. In Klassik und Gravodynamik zeichnen die Massenverteilungen lokal,
in einer gewissen Umgebung wenigstens näherungsweise inertiale Bezugssyste aus, und in der WPT
tut das die aktual unendlich angenommene kosmische Massenschale um den momentanen Aufenthaltsort
jeder beliebigen freien Testmasse in einem „genügend“ schwachen lokalen Schwerefeld.
Die in diesen physikalisch ausgezeichneten, nicht rotierenden Referenzsystemen ruhenden Uhren
zeigen die jeweilige gravitativ ausgezeichnete Weltzeit an.
Das nicht rotierende Schwerpunktbezugssystem des Sonnensystems ist im Rahmen unserer heutigen
Messgenauigkeiten und bei weggedachtem Schwerefeld schon (fast) ein universelles Inertialsystem, in
dem bei Verwendung von Lokalzeituhren die SRT zuständig ist. In diesem Fall sind die
SRT-Lokalzeituhren auch gerade die gravitativ ausgezeichneten Weltzeituhren. Auch in sehr vielen
anderen Fällen ist es möglich und sinnvoll, die Weltzeit definitorisch mit den
Lokalzeituhren zu messen, was in praxi sehr oft gemacht wird, ohne sich dessen bewusst zu sein. In
all diesen Fällen also meistens sind darum Lokalzeit und Weltzeit identisch.
Mehr unbewusst als bewusst nimmt man in der Klassik auch an, dass das beobachtbare All in einen
potentiell unendlichen (völlig leeren, letztlich nur gedachten) euklidischen absoluten Raum
eingebettet sei, worin ihr die Gravodynamik im Wesentlichen folgt, aber nicht die ART. Ein so
erfolgreiches Konzept hätte man nie ohne Not aufgeben dürfen. Die Gravodynamik tut dies
darum auch nicht; sie macht „nur“ die Klassik formal lorentzkovariant, was allerdings
nicht einfach ist, wie wir gesehen haben.
Einen zentralen Punkt unserer Neuen Physik, die Einbettung des beobachtbaren Alls in eine aktual
unendliche Massenschale, haben wir noch nicht behandelt oder wenigstens kurz skizziert, was wir
nun nachholen wollen.
Einbettung des beobachtbaren Alls
Vorbemerkung: In diesem Abschnitt setzen wir immer ein homogen-isotropes All auf genügend
grossen Skalen voraus. Die kosmische Isotropie der aktual unendlich angenommenen Massenschale
lässt sich am besten über die Isotropie der lokalen Trägheit prüfen, da sie
mindestens in der NKG und nach dem Machprinzip von den aktual unendlich fernen Massen verursacht
wird. Wo für unsere Zwecke immer möglich nutzen wir zur Veranschaulichung homogene
Vollkugelmodelle.
Gefüllt seien solche Vollkugeln mit nur gravitativ wechselwirkenden Stäubchen, so dass solche
„Staubkugeln“ bis auf Gravitationswirkungen völlig frei expandiere oder implodieren
können. Im realen All darf man der aktual oder auch nur potential unendlichen Allgrösse wegen
die Galaxien und sogar die Galaxienhaufen als obige Stäubchen ansehen.
Das beobachtbare All ist notwendigerweise immer endlich, aber die Frage, ob das stoffliche All
selbst endlich, potential oder gar aktual unendlich sei, wurde seit dem Altertum diskutiert.
Aber vermutlich gibt es erst seit Nikolaus von Kues eine physikalisch verwertbare Aussage über
ein aktual unendliches Vollkugelall im Unterschied zu einem nur potential unendlichen. Dabei
vergesse man nicht, dass noch Poincaré, dieser gescheite Kopf, im Begriff der aktualen
Unendlichkeit keinen (mathematischen oder physikalischen) Nutzen gegenüber der potentialen sah,
worauf wir hier aber nicht eingehen wollen. Wir wiederholen hier fast nur, was ausführlicher in
einem etwas älteren Aufsatz nachzulesen ist (Kapitel 3 und 6, Seite 22 bis
25). Wir sehen uns nun vier immer wirklichkeitstreuere Einbettungsmodelle etwas näher an:
Endliches Vollkugelall im leeren, euklidischen, absoluten Newtonraum, den schon Kepler implizit
nutzte.

Letztlich ist es dieses Modell, das der so erfolgreichen klassischen Himmelsmechanik zugrunde
liegt, aber auch der Gavodynamik, da sie, anders als die klassische Himmelsmechanik, ganz
explizit nur eine lokale Theorie im Einflussbereich „genügend“ starker lokaler
Schwerefelder ist. Fürs grundsätzliche Verständnis genügt es, eine homogene Massenkugel als
Feldquelle zu betrachten. Weil sie im Aussenraum ein gleiches Feld erzeugt wie ein Massenpunkt
gleicher Masse in ihrem Zentrum, genügt es sogar nur einen solchen zu betrachten, dessen
Schwerefeld mit 1/r2 abnimmt. Das ist nicht nur graue Theorie, wie man am
Sonnensystem sieht, das in sehr guter Näherung als ein System von Massenpunkten modelliert
werden kann. Der Mangel dieses klassischen Modells, den schon Newton erkannte, liegt darin,
dass der absolute, leere Newtonraum nur postuliert, aber physikalisch nicht begründet werden
kann, obwohl klar ist, dass er mindestens rotatorisch etwas mit den kosmischen
Massen zu tun haben muss, wenn man an Newtons Eimerversuch denkt.
Kern dieses (Ein-)Massenpunktmodells ist seine Zentralsymmetrie.
Versucht man im Rahmen der klassischen Physik das ganze (hier endlich angenommene) All zu
modellieren, stösst man auf ein grundsätzliches Problem: Das für kosmische Fragen benützte
„Staubkugelall“ kann nicht statisch sein, da es z.B. ausgehend von einer
(momentan statischen) Vollkugel aufgrund der Schwereanziehung beschleunigt implodieren
muss. Damit dieses All wenigstens im tiefen Inneren, in dem der Rand nicht gesehen werden kann,
überall homogen-isotrop zu sein scheint, muss die Hubblekinematik bzw. ‑expansion wider
jegliches physikalische Wissen! postuliert werden. Kinematisch wird so das Weltpostulat
zwar erfüllt, gravitativ aber immer noch nicht, da der Kugelmittelpunkt Schwerezentrum und damit
ein ausgezeichneter Punkt ist. Letzteres Problem(chen) lässt sich mit einer akrual unendlichen
Staubkugel in einem euklidischen Hintergrundraum beheben:
A Aktual unendliches Newton-ART-All mit „schwacher“ Hubble-Kinematik in
euklidischem Hintergrundraum
B Aktual unendliches stabil statisches WPT-All in euklidischem Hintergrundraum

A Das Newton-ART-All in einem euklidischen Hintergrundraum auch im
Standard-ΛCDM-All wird Euklidizität angenommen ermöglicht eine Kosmologie, die
das Weltpostulat erfüllt, wenn man den homogen-isotrop verteilten Allstaub zur (beschleunigten)
Hubble-Expansion mit Hilfe von dunkler Energie zwingt. In einem solchen All kann nämlich von
beliebigen zwei Punkten immer einer als Mitte einer virtuellen Kugel und der andere als
Kugeloberflächenpunkt gewählt werden. Die letztlich klassische Rechnung für die Kugelimplosion
oder -expansion bleibt gleich wie in obigem endlichem Staubkugelall, weil die homogen-isotrop
angenommene Massenschale, die die beliebig wählbare (virtuelle) Kugel umschliesst, keinen
Einfluss auf das Innere hat, ganz so, als ob sie gar nicht vorhanden wäre; Klassisch ist dies
allgemein bekannt, und in der ART denke man ans Birkhoff-Theorem. Wer mehr zur Rechnung wissen
möchte, lese Kapitel 3.2 in obiger Referenz.
Kern dieses Allmodells ist seine Zentralsymmetrie, die bei Annahme nur schon der
„schwachen“ Hubbleexpansion zu einer maximalen oder Allsymmetrie erweitert werden
kann, die aber auf der Hubbleexpansion und einer relativen statt absoluten Abstandsdefinition
und nicht (primär) auf dem hier angenommenen klassischen oder ART-Schwerkraftgesetz beruht;
bei „schwacher“ Hubbleexpansion ist H keine Konstante wie in der WPT, sondern eine
Funktion der Rotverschiebung z wie in ΛCDM.
B Das aktual unendliche stabil statische WPT-All in einem euklidischen Hintergrundraum
ergibt sich aus der Forderung, dass das Schwerkraftgesetz auf kosmischen Skalen selbst schon
allsymmetrisch sein soll. Das verlangt eine konstante Bremsbeschleunigung auf Licht und
Testmassen, wo immer sich diese im homogen-isotrop angenommenen All befinden. Diese Bremskraft
ist gerade die Anziehungskraft des (effektiven) Schwerezentrums, das man aufgrund der aktualen
Unendlichkeit immer mit dem momentanen Testmassenaufenthaltspunkt gleich setzen darf. Dies
führt zur stabil statischen WPT-Kosmologie, die die Probleme der ΛCDM-Kosmologie
vermeidet; etwas mehr findet man im Aufsatz Weltpotentialtheorie im
Kapitel 6 auf den Seiten 22 bis 25. In diesem Verweis gibt es aber auf Seite 25 einen bösen
Fehler in Gleichung (25):
Die Weltbremsbeschleunigung aW ist auch für Testmassen mit v < c und nicht nur für
Licht = Hc (siehe auch weiter unten), was man erhält, wenn man in Gleichung
(24) f(0) = 0 und f(>0) = 1 für f(β) verlangt. Das ist zulässig, weil aW ohne f
für β = 0 irregulär = 0/0 ist und darum so regularisiert werden darf.
Weiter kann man die kosmische Bremsbeschleunigung Hc an der Kepler-Newton-Gravitation abgleichen.
Man erhält so H aus der Alldichte ρ0 mit H2 = (8 pi/3) G
ρ0, wenn G die Gravitationskonstante ist. ρ0 entspricht gerade der
aus der ART bekannten kritischen Dichte ρkrit, die grössenordnungsmässig etwa zur
beobachteten Alldichte passt, was für ein so einfaches Modell optimistisch stimmt. Begnügen darf
man sich mit einem so einfachen Modell ganz ohne lokale Strukturen, ganz ohne Weltinseln im Meere
des Unendlichen aber nicht, weil wir gelernt haben, dass nicht nur eine endlich, sondern sogar
eine potentiell unendlich grosse, im Prinzip beobachtbare Weltenkugel in einem aktual unendlichen
All Platz hat.
Weltenkugel in aktual unendlicher Massenschale in euklidischem Hintergrundraum

Zusammenspiel der beobachtbaren Weltenkugel mit aktual unendlicher
Massenschale:
- Die (lokalen) Weltenkugelmassen tragen in Strenge nichts zur kosmischen Bremskraft und
lokalen Trägheit bei. Das ist eine Folge der aktualen Unendlichkeit der Massenschle.
- Bei lokalen Schwerebeschleunigungen >> Hc gilt die Gravodynamik.
- Bei lokalen Schwerebeschleunigungen << Hc gilt die WPT mit der konstanten
Weltbransbeschleunigung Hc.
Nicht abgedeckt ist hier ein grosser Bereich mit lokalen Schwerebeschleunigungen von
grössenordnungsmässig etwa Hc. Das ist der Bereich der von uns Ende 2022 eingeführten MOND-Brücke.
MOND-Brücke und Allstruktur
Eine angedachte Ausarbeitung des MOND-Brückenkonzeptes gibt Anlass zur Hoffnung, den Bauplan des
beobachtbaren Alls noch weit besser als bisher entschlüsseln zu können. Das gehört aber
noch nicht in eine Übersicht des heutigen Standes der NKG.
Immerhin weisen wir auf den (rechnerischen) Hauptvorteil gegenüber den bekannten MOND-Ansätzen,
aber auch unseren älteren MOND-Betrachtungen, hin: Heute glauben/hoffen wir, dass man die
Himmelsmechanik auch in der MOND-Zone, soweit sie die Gravitation betrifft, bis auf relativistische
Korrekturen ganz im Rahmen konservativer Potentialkräfte behandeln kann, wie das in der Kepler- und
WPT-Zone der Fall ist.
Das (MOND-)Kapitel 8 des Buches Neue Physik zeigt die Mächtigkeit dieses Vorgehens, indem
es im Tief-MOND-Bereich fast genau die gleichen Ergebnisse für die Rotationskurven ergibt wie die
Standard-MOND-Rechnungen, von denen schon bekannt ist, dass sie in den Tief-MOND-Fällen sehr gut
mit den Messungen übereinstimmen. Zudem konnte dank der neuen MOND-Brücke erstmals Milgroms
a0/(2π) physikalisch begründet, mindestens plausibel gemacht werden. Weiter ergab
sich mit dieser feineren Modellierung auch ein viel besserer Wert für die mittlere Alldichte
ρW = ρkrit/(2π2) gegenüber früher ρW
= ρkrit (siehe auch weiter unten, speziell Punkt 2 im Nachtrag vom
17. Dez. 2022).
Letztmals inhaltlich bearbeitet am 25. Jan. 2026
Die sechs (alten) Hauptteile:
-
Neues seit Anfang 2021
-
Aktueller Stand bis etwa 2021
-
Präsentationen und Vorträge
-
Überblick
-
Aufsätze
-
Fragen und Antworten
Neues
seit Anfang 2021
27. Dezember 2025:
Das Ende des Zwillingsparadoxons
Beim Zwillingsparadoxon geht es um das experimentell belegte Faktum, dass (Atom-)Uhren nach einer
Hin- und Rückreise oder einer Rundreise (nach Herausrechnung allfälliger Schwereeffekte) gegenüber
den daheim gebliebenen Uhren nachgehen, also mindestens scheinbar jünger geblieben sind. Das ist
ein sehr verwirrender, geradezu esoterischer Befund, dem man aber nach SRT kaum entgehen kann,
weil Eigenzeiten, z.B. obige Uhranzeigen, ein Altersmass für Dinge und Lebewesen sind, weswegen
es scheint, dass Reisen das Altern verlangsamen könne bzw. dass die Zeit für bewegte und ruhende
Zwillinge verschieden schnell vergehe, was ein nicht leicht durchschaubarer Unsinn ist. Leicht zu
verstehen ist das nur, wenn man weiss, dass die „wahre“ Geschwindigkeit eines Zuges
oder auch von Licht um den Faktor 1/√(1-β2) mit β = v/c grösser ist als
das im Heim- bzw. Bahnsystem gemessene v. Für Licht ist die im Bahndammsystem mit Bahndammuhren
(lokal) gemessene Geschwindigkeit immer c, wobei zu beachten ist, dass die Bahndammuhren
„nur“ ein Mass für die Eigenzeit von Lichtspuren sind, nicht aber des Lichtes selbst,
dessen Eigen(flug)zeit immer null ist, so dass seine „wahre“ bzw. Eigengeschwindigkeit
unendlich ist. Licht gibt sich nur über seine Spuren (im Bahndammsystem) zu erkennen, während andere
(unterlichtschnelle) Dinge sich beim Anhalten auch selbst zu erkennen geben können, so dass man
ihre Eigenzeit auf ihren „Taschenuhren“ ablesen kann, deren Zeitanzeige wegen der
Zeitdehnung immer kleiner als die der Bahndammuhren ist. Einfacher ist der Uhrenvergleich aber in
einem Zug: Dort kann ein Reisender bei einem Blick durchs Fenster immer seine Taschenuhr mit einer
momentan gleichortigen Bahndammuhr vergleichen. Zu beachten ist, dass im Zug lokale Zeitmessungen
die Eigenzeit angeben, lokale Wegmessungen (der SRT-Längenkontraktion wegen) aber nicht die
Eigenweglänge, und im Bahndammsystem ist es (der Zeitdehnung wegen) umgekehrt. Dabei beachte man,
dass nach Spurentheorie (SpT) die Zeitdehnung ein physikalischer Effekt ist, die Längenkontraktion
aber nur ein Scheineffekt. Die Bahndammuhren kann man auch als Weltzeituhren definieren, die nur
im Bahndammsystem auch die Lokalzeit anzeigen. Weltzeituhren sind in der (Schul-)SRT aber verboten,
weil bei Verwendung von solchen Uhren die absolute c-Konstanz nicht mehr gilt, die aber in die SRT
als Grundpostulat eingeht. Physikalisch lässt sich das nicht begründen, sondern nur mit formal
rechnerischen Vorteilen, um die physikalischen Gleichungen lorentzkovariant schreiben zu können.
Um das alles im Einzelnen zu verstehen, kommt man kaum darum herum, mindestens das 2. Kapitel,
insbesondere den Abschnitt 2.2, in meinem Buche Neue Physik zu lesen.
Kurz: Die Uhr des Heimkehrers zeigt die (Eigen-)Reisezeit an, die für Licht immer null ist
(bei Reisebeginn sollen alle Uhren null anzeigen). Die lokale Uhrzeit des daheim Gebliebenen, die man
auch als Weltzeit ansehen kann, ist nicht nur ein Eigenzeitmass, sondern der Weg/Zeit-Kopplung
wegen auch ein Mass für den (Eigen-)Reiseweg ct = 2L. Damit wird die (Eigen-)Geschwindigkeit
des Reisenden = (Eigen-)Reiseweg/(Eigen-)Reisezeit, für Licht also unendlich. Das kann man als einen
Kernpunkt der dualen Relativitätstheorie (RT) ansehen, nach der Überlichtgeschwindigkeiten
genauer Geschwindigkeiten grösser c nicht verboten sind wie in der SRT.
Die Überlichtgeschwindigkeiten hatten mich aber bisher daran gehindert, das Zwillingsparadoxon voll
zu verstehen, weil ich seit über fünfzig Jahren meinte, Überlichtgeschwindigkeiten seien nur auf
dem Umweg über Antiteilchenerzeugungen und -vernichtungen realisierbar, was bei nur kleinen
involvierten Beschleunigungsenergien zu Schwierigkeiten führt (siehe z.B. Kapitel 2.2.3.2 im Buch
Neue Physik oder auch hier weiter oben). Dass die Antiteilchensache
ausser quantitativ nichts mit Zwillingsparadoxon und Überlichtgeschwindigkeiten zu
tun hat, erkannte ich erst jetzt:
Ein Video vom 16. Dez. 2025 von Ganteför in „Grenzen des Wissens“ zum Zwillingsparadoxon
hat mich nämlich an eine alte Pendenz erinnert, das Ende des Paradoxons im Rahmen der RT
unter Beachtung der Überlichtgeschwindigkeitsfrage zu erklären. Obwohl nach RT schon ohne
jede Rechnung zu erwarten ist, dass Überlichtgeschwindigkeiten mögllch sein sollten und das
Zwillingsparadoxon falsch, hatte ich bisher nicht gemerkt, dass man den Effekt der linearen
(SRT-)Zeitverschiebung bzw. des „halbrelativistischen“ Dopplereffektes und der
relativistischen Zeitdehnung zur Nachrechnung des Zwillingsparadoxons getrennt behandeln kann, ja
dass man dies aus didaktischen Gründen zwingend tun muss.
Bei „genügend“ kleinen (konstanten) Geschwindigkeiten v bzw. β = v/c eines Zuges oder
einer Rakete in einem Inertialsystem, z.B. auf Einsteins Bahndamm, darf man die relativistische
Zeitdehnung vernachlässigen, indem man √(1-β2) = 1 setzt, was bei heutigen
Flugzeugen, Raketen und Zügen immer zulässig ist. Die Zeitdifferenz auf der Taschenuhr des reisenden
Zwillings und der Bahnhofuhr am Reiseziel kann nun mit der SRT bzw. den Lorentztransformationen
(siehe Gleichung 2.8 auf Seite 22 im Buch „Neue Physik“) berechnet werden, wenn bei Abfahrt
t = t' = 0 gelte; t' sei des Reisenden Taschenuhrzeit und t die Zeitanzeige momentan gleichortiger
Bahndammuhren. Dann gilt bei Ankunft am Zielort t' = t - β (L/c) = t - β t = (1-β) t,
wenn L der Reiseweg auf dem Bahndamm ist. Die Abweichung der Bahndamm- und Taschenuhranzeige, t - t'
= β t, nimmt also mit zunehmender Reisezeit zu, was aber nichts mit der relativistischen
Zeitdehnung zu tun hat! Diese kann wenn sie grösser 1 ist den Effekt aber prinzipiell
beliebig stark vergrössern.
Nun das grosse Aber: Sobald der Zug oder die Rakete beschleunigt, verliert obige Beziehung für die
Zeitverschiebung β t ihre Gültigkeit und die Taschenuhren müssen sobald der Zug am Ziel
anhält, was nicht ohne bremsen möglich ist neu an den Bahndammuhren gerichtet werden, nach
der Heimkehr also an der Uhr des daheim gebliebenen Zwillings. Das ist ähnlich wie bei den bei
längeren Flugreisen nötigen Zeitumstellungen.
Nun ein zweites Aber bzw. eine Warnung: Die neue (umgestellte) Taschenuhrenzeit ist kein Mass für
die Eigen- bzw. Lokalzeit des daheim gebliebenen Zwillings, sondern ein Mass für den zurückgelegten
(Eigen-)Weg des Reisenden, der grösser ist als der „lorentzverkürzte“ Weg, wie er dem
Reisenden erschien. Ganz einfach wird die Situation erst wieder nach der Heimkehr des Reisenden:
Seine Taschenuhr (ohne Zeitumstellungen) zeigt nun die (Eigen-)Reisezeit des Reisenden an (für Licht
also null) und der im Heimsystem gemessene doppelte (Eigen-)Abstand zum Zielort gibt die
(Eigen-)Länge des vom Reisenden zurückgelegten Weges an. Das zeigt, dass überlichtschnelle Reisen in
der RT nicht verboten sind, und zwar ohne „Antiteilchenbeteiligung“ schon bei beliebig
kleinen Zeitverschiebungen, was ich erst jetzt erkannte.
Die Zeitverschiebung t - t' = β t führt bei genügend grossen t zu einem weiteren Problem in der
SRT, weil t' für genügend grosse t selbst bei beliebig kleinen β negativ werden
kann. Das entspricht einem Rückwärtslaufen in der Zeit, was nicht überrascht, wenn man an
Stückelbergs Antiteilchendeutung denkt; danach entsprechen Antiteilchen normalen Teilchen, die mit
negativer Energie in die Vergangenheit fliegen wie in einem rückwärts laufenden Film. Damit ist auch
klar, dass die Antiteilchensache nichts mit der SRT-Zeitdehnung zu tun hat, so wenig wie das
Zwillingsparadoxon. Weiter sieht man jetzt, dass Antiteilchen nur dann auftreten, wenn man die Zeit
mit Lokalzeituhren misst; in der SRT wird die Zeit per definitionem mit solchen Uhren gemessen, was
die absolute c-Konstanz des Lichtes garantiert und damit auch die rechnerisch so nützliche
Lorentzkovarianz.
Sozusagen aus alter Gewohnheit ist mir die übliche Vermischung der physikalischen Zeitdehn- mit den
SRT-Zeitverschiebungseffekten in die Quere gekommen, um schon früher zu sehen, dass die Zeitdehnung (fast)
nichts mit dem Zwillingsparadoxon zu tun hat, was zu unnötigen und falschen Spekulationen im Zusammenhang
mit Stückelbergs Antiteilchendeutung bei für Teilchenerzeugungs- und -vernichtugsprozesse zu kleinen
Beschleunigungen führte, obwohl ich längst wusste, dass Antiteilchen nur ein (SRT-)Scheineffekt sind.
Darum müsste ich eigentlich mein Buch „Neue Physik“ an den paar Stellen, wo es um
Überlichtgeschwindigkeiten mit „Antiteilchenbeteiligung“ geht, überarbeiten. In diesem
Zusammenhang wirkt sich beim Lesen auch ein anderer Fahler sehr störend aus: Ich hatte kurz vor dem
Abgabetermin für das Druck-pdf irrtümlicherweise mit einem Sammelbefehl alle „SRT“ in
„RT“ umgeschrieben.
Letztmals bearbeitet am 31. Dezember 2025
17. Dezember 2022:
Neue Physik: Peter Wolffs lang versprochenes Buch, das nicht zu viel verspricht.
Buch jetzt bestellen
Seit dem 5. Jan. 2023 ist das Buch (ISBN 978-3-033-09593-9) lieferbar.
Die Inhaltsangabe auf dem Buchdeckel:
Die neue Physik oder Schwerweltphysik stellt die ganze Physik in einen einheitlichen,
von der Gravitation zusammengehaltenen Rahmen, ohne an den wichtigsten mathematischen Grundlagen, der
Lorentzkovarianz und dem quantentheoretischen Formalismus, etwas zu ändern, sondern nur an deren
Grenzen und Deutungen.
Neu ist:
-
Die (spezielle) Relativitätstheorie fusst nicht mehr auf einer neuen Raumzeit-Struktur, sondern auf
den seltsamen Lichteigenschaften mit einer nicht nur potentiell, sondern aktual unendlich grossen
„wahren“ Eigengeschwindigkeit. Damit drängt sich neu eine duale Zeitdefinition mit im
Allgemeinen unterschiedlicher Orts- und Weltzeit auf.
-
Die Gravitation besitzt neu zwei Erscheinungsformen, eine lokale himmelsmechanische und eine kosmische
mit geschwindigkeitsproportionaler Bremskraft, die zu einer stabil statischen Kosmologie führt.
-
Die allgemeine Relativitätstheorie wird lokal durch die [experimentell] gleichwertige Gravodynamik, eine
spezielle Elektrodynamik-Analogie ohne Krummräume, ersetzt und auf kosmischen Skalen durch die
Weltpotentialtheorie, die die Beobachtungen besser als jedes Urknallmodell erklärt. Letzteres auch darum,
weil MOND (Milgroms Galaxienerklärung) Teil der neuen Gravitation ist.
-
In der Quantenmechanik wird Borns Wahrscheinlichkeitsdeutung der Materiewellen konventionalisiert, was
durch die Deutung der Relativitätstheorie als Spurentheorie möglich wird.
-
Die Teilchenphysik ist unvollständig, weil die Massen in der neuen Physik keine freien Parameter sind
und im Allgemeinen auch keine Folge des Higgsfeldes. Sie sind „nur noch“ ein Mass für die
gesamte in „Teilchen“ lokalisierte Energie.
-
Grund der Lichtablenkung am Sonnenrand ist nicht eine Raumkrümmung, sondern „nur“ des Lichtes
Energiemasse.
Muntalin Verlag
Wissen
Der letzte Punkt ist eigentlich eine unzulässige Verkürzung; genauer müsste es heissen:
Grund der doppelten Lichtablenkung am Sonnenrand sind nicht Raum(zeit)krümmungen, sondern
„nur“ des Lichtes Energiemasse mit relativistischer Weg/Zeit-Kopplung.
Als Buchdeckelargument ist so ein Satz aber völlig unmöglich.
Nachtrag vom 23. Okt. 2025: Im zweiten Punkt ist „mit geschwindigkeitsproportionaler
Bremskraft“ falsch. Richtig müsste es heissen „mit konstanter Bremskraft“ (siehe auch
weiter unten).
Nachtrag vom 13. Jan. 2026: Viele fragen sich, warum ich nie etwas in einer wissenschaftlichen
Zeitschrift veröffentlichte. Ich zitiere dazu Klaus Tschira, den Stifter des
HITS in Heidelberg;
er schrieb 2012 gegen Ende seiner Antwort auf mein Gesuch um Veröffentlichungshilfe:
Zu den Abseiten [des Begutachtungssystems] zählt, dass revolutionäre Ideen wie die
Ihre nicht zur breiten Diskussion gestellt werden.
Den ganzen Briefwechsel findet man hier.
Nachdem ich nun ein Buch mit wenig bescheidenem Titel geschrieben habe, muss ich auch etwas zum Autor, also zu mir
selber, sagen, ohne nur auf den Werdegang am Ende dieser Netzseite zu verweisen. Ich mache das
ziemlich stichwortartig, aber doch so, dass man sieht, wie viel (nicht nur theoretische) Erfahrung hinter diesem Buch
steckt.
Die Stationen des Autors:
-
Jugend und Schule waren eine äusserst schöne Zeit von der wunderbaren Bibliothek daheim bis zum Heuen
sogar zum Bergheuen bis über 2000 Meter über Meer im Schanfigg. Die ETH-Zeit war zwar hart, aber
Leute von der Art eines Eichler oder Mesot (jetziger ETH-Präsident), eine Zumutung für jeden früheren
ETH-Absolventen mit Verstand und Anstand, gab es damals in solchen Positionen noch nicht, mindestens kannte
ich solche nicht.
-
Die Assistentenzeit an der Uni Bern und am SIN, dem heutigen PSI (Paul Scherrer Institut), mit vielen
Aufenthalten am CERN war äusserst lehrreich, auch wenn man den Niedergang schon erahnen konnte. Nachdem es
zu einem Eklat gekommen war, als ich faktisch die Leitung des in Schwierigkeiten geratenen
μ-Neutrinomassen-Experimentes, des damals aufwendigsten SIN-Versuches, übernehmen wollte, verliess ich die
ETH ohne Promotion, nicht aber ohne ein Meisterstück zurückzulassen: Ich hatte schon nicht mehr
ETH-Assistent einen schriftlichen Vorschlag für ein Kreuzfeuerprototron an Stelle des damaligen Piotrons
zur Krebstherapie gemacht, das etwa 30 bis 40 Jahre später im Wesentlichen, wenn auch viel aufwendiger, als mir
vorgeschwebt hatte, am PSI plagiiert und realisiert wurde. Die schon genannten Herren Eichler und Mesot, auch
wenn sie nicht selbst die Plagiatoren waren, hatten damit zu tun und spielten eine ganz erbärmliche Rolle.
-
Die Industriezeit begann ich in der schweizerischen Eisenbahnindustrie als Berechnungs- und
Versuchsingenieur und beendete sie als Leiter Forschung und Berechnung, weswegen ich in der Schweiz zu den eher
wenigen Leuten gehöre, die sowohl die staatliche wie Industrieforschung (vor heute mehr als 20 Jahren) von Innen
kennen. Schwerpunkt meiner Industriearbeit war aber die theoretische Federführung mit Auslegungsrechnungen und
vorbereitenden und (Jahre später) nachprüfenden Laufstabilitäts- und Kurvenlaufversuchsfahrten bei der
sogenannten Lok 2000, der Re 460, mit engem Kundenkontakt.
In dieser Zeit und teilweise darüber hinaus betreute ich industrieseitig auch zwei theoretische
ETH-Doktorarbeiten am Institut für Mechanik und war bei der einen Korreferent.
Weil ich das Desaster der damaligen SLM voraussah und zu verhindern/verzögern versuchte, kam es am Ende auch dort
zu einem Eklat, in dessen Folge ich bei der ersten Massenentlassung von meinen Vorgesetzten (Vizedirektor und
Direktor) mitentlassen wurde, bevor die beiden schon recht bald danach und sehr kurz vor dem Verkauf der
Firma zu einem symbolischen Preis durch den übergeordneten Konzern selbst entlassen wurden, der Direktor „im
gegenseitigen Einvernehmen“, aber nicht auf seinen Wunsch.
-
Der Industrieabschied mit einer eigenen Kleinstfirma (Wolff & Partner Bahntechnik GmbH) sah mich vor
allem als Schreiber und Anwender von Auslegungs-, Nachweis- und Sicherheitsrechnungen für Eisenbahnfahrzeuge,
aber auch als industrieseitigen Versuchsleiter von sicherheits- und komforttechnischen Fahrzeugabnahmefahrten.
-
Die Grundlagenforschung begann mich spätestens seit der Jahrtausendwende wieder zunehmend zu beschäftigen;
naturwissenschaftliche Grundsatzfragen waren schon mein Motiv für das Physikstudium gewesen und hatten mich schon
als Gymnasiast interessiert. Diese Arbeiten führten nun zu dem hier vorgestellten Buch Neue
Physik.
Letztmals bearbeitet am 17. Dezember 2022
20. September 2022:
MOND: ein Phänomen der NKG
Mit der NKG lässt sich MOND physikalisch begründen, was dank der stabil statischen NKG- bzw. WPT-Kosmologie recht
einfach geht, sobald man erkennt, dass die beobachteten MOND-Eigenschaften von Galaxien bei Schwerebeschleunigungen
unterhalb von etwa a0 = Hc/(2π) (2π meint 2 mal pi) physikalisch nötig sind, um die Kluft zwischen
der bis auf kleine relativistische Effekte klassischen Himmelsmechanik und der hoch relativistischen WPT-Kosmologie
mit ihrer Weltbremsbeschleunigung Hc überbrücken zu können; a0 ist Milgroms universeller
Beschleunigungsparameter und H ist die Hubblekonstante. Es war auch Milgrom, der merkte, dass a0 etwa
Hc/(2π) sein muss und darum wohl etwas mit der Kosmologie zu tun haben muss. Obwohl dies seit wohl über 20
Jahren in MOND-Kreisen allgemein bekannt ist, konnte niemand eine Lösung finden, weil es meines Wissens unter den
MOND-Leuten niemanden gibt, der an eine statische Kosmologie glaubt, und ich stolperte zwar vor fast 20 Jahren
einmal schon fast darüber, vergass die Sache dann aber wieder und wäre mit meinen damaligen Kenntnissen auch nicht
zu einer einigermassen überzeugenden Ausarbeitung der Idee fähig gewesen. Nun skizziere ich die NKG-Schritte zur
Beschleunigung in der MOND-Zone, deren Anfang bei a0 liege, wenn man beim Grenzübergang RG
von Newton zu MOND vom Beschleunigungsverlauf nur Stetigkeit, aber keine Glattheit verlangt:
Der erste Schritt entspricht einem naheliegenden, physikalisch motivierten Ansatz für den Beschleunigungsverlauf,
wenn man damit die Newton- und WPT-Beschleunigung, also (G M)/ RG2 und Hc, miteinander
verbinden will. Das Produkt aus den beiden Beschleunigungen ergibt nämlich ein Beschleunigungsquadrat, und die
Wurzel daraus liefert, wenn man noch RG durch r ersetzt, einen ersten MOND-Beschleunigungs-Ansatz, der zu
1/r proportional ist, genau wie Milgroms MOND-Ansatz, wenn man ihn als „Zwei-Zonen-Ansatz“ formuliert. Mit
Hilfe der Stetigkeitsbedingung am Grenzübergang lässt sich dies verfeinern, so dass man danach die genau gleiche
Formel wie Milgrom (in „Zwei-Zonen-Formulierung“) erhält, worauf ich hier nicht näher eingehe; das merkte
ich beim Schreiben des letzten Kapitels (über MOND) in meinem Buchentwurf. Damit kann man die 1/r-Proportionalität
von MOND in der NKG bereits als physikalisch plausibel betrachten. Der Erfolg des Ansatzes wird daraus eine
vollwertige physikalische Begründung machen. Allerdings ist der Ansatz auch so noch stark heuristisch geprägt, weil
die Grösse von a0 = Hc/(2π) bisher allein auf einer Anpassung an Beobachtungsdaten fusst. Ganz neu ist
es mir nun aber gelungen, diese Grösse physikalisch herzuleiten:
Die Herleitung von a0 = Hc/(2π) beruht auf dem Kräftegleichgewicht einer Testmasse auf einer
Kreisbahn um das lokale Massenzentrum. Dieses Gleichgewicht war in MOND schon immer wichtig, weil man daraus die
auf Beobachtungen basierende Tully-Fisher-Beziehung und die Formel für die beobachtete Massendiskrepanz zwischen
klassisch berechneten Massen und mit MOND berechneten ableiten kann.
In der NKG muss dieses Gleichgewicht auf der Newton-MOND-Genze aber nicht nur für solche beobachtete, nicht oder
kaum relativistische Bahnen gelten, sondern auch für (Licht-)Bahnen mit Hubbleradius cT = c/H, was zum genannten
Faktor 2π führt, wenn man verlangt, dass sich Testmassen (und Licht) auch in der MOND-Zone auf Kreisen bewegen
können, was bedeutet, dass der Faktor 2π auf die von mir neu eingeführte
Kreisbedingung in der MOND-Zone „Hubble-Umfang = 2π mal Hubble-Radius“
zurückzuführen ist. Diese Bedingung ist in der MOND-Zone ein Muss, denn sie löst das meines Erachtens grösste
Problem des MOND-Ansatzes von Milgrom: Anders als Newton legt MOND mit Hilfe des
Zentrifugal-Schwerkraft-Gleichgewichtes keinen Kreisradius fest; es ist also nicht klar, wie es in der MOND-Zone
überhaupt zu stabilen Kreisbahnen kommen kann, obwohl man solche zweifelsohne sieht. Das ist aber noch nicht
alles, man erhält damit auch etwas völlig Neues:
Die mittlere Dichte des Weltalls ρW konnte meines Wissens bisher niemand theoretisch
herleiten, und die seit bald 100 Jahren bekannte kritische Dichte liegt ein bis zwei Grössenordnungen über dem aus
Beobachtungen ermittelten Wert. Die WPT kann zwar wegen der aktualen Unendlichkeit des WPT-Alls grundsätzlich
keine sichere Voraussage für ρW machen. Seit aber das All auf den grössten messtechnisch
zugänglichen Skalen im Rahmen der Messgenauigkeiten homogen-isotrop zu sein scheint, ist es physikalisch sehr
plausibel, dass die gemessene Dichte mit ρW etwa übereinstimmen sollte. Das ist im Rahmen der NKG
tatsächlich so, denn das Kräftegleichgewicht auf der Grenze zwischen Newton und MOND ergibt folgende neue MOND-,
NKG-, WPT- oder eben
Weltalldichte ρW = ρkrit/(2π)2
Ohne das jetzt seriös überprüft zu haben, scheint das gut zur messtechnisch ermittelten Dichte auf grössten
Skalen zu passen.
Zusatzbemerkung: Auf den mehr oder weniger abrupten Sprung des lokalen Schwerezentrums in der Kepler- und
MOND-Zone zum effektiven Testmassen-Schwerezentrum in der WPT mit der Bremsbeschleunigung Hc am Ende der
MOND-Zone gehe ich hier nicht ein, auch darum, weil ich dazu noch keine feste Meinung habe.
Nachtrag vom 17. Dez. 2022:
Im obigen Text gibt es zwei Fehler:
-
„NKG-MOND“ stimmt nur im Tief-MOND-Bereich (fast) genau mit Milgroms Formulierung überein, was im
MOND-Kapitel des Buches „Neue Physik“ näher ausgeführt wird. Eine seriöse Ausarbeitung des
„Flach-MOND-Bereiches“ in der NKG ist noch ausstehend, insbesondere für mehr oder weniger
druckstabile Strukturen wie elliptische Galaxien oder grosse Röntgenhaufen; die Fertigstellung des genannten
Buches hatte für mich jetzt Priorität.
-
Die neue Formel für die Alldichte lautet ρW = ρkrit/(2π2), was
auch im MOND-Kapitel des Buches „Neue Physik“ näher ausgeführt wird. Diese Dichte entspricht etwa 5%
der kritischen Dichte und passt damit recht gut zur baryonischen Dichte des bisher bekannten Weltalls.
Nachtrag eine Klärung und ein alter Fehler vom 9. Okt. 2025:
Bisher gab es zwei grundsätzliche offene Fragen neben weniger wichtigen im Zusammenhang mit der MOND-Brücke,
was mir beim Schreiben an einem NKG-Überblick für den Anfang dieser Seite (wieder) auffiel. Die erste konnte
ich inzwischen klären, und die zweite führte auf einen alten Fehler, der aber weil ich daraus nie
wichtige Folgerungen ableitete weitgehend folgenlos blieb, ausser dass er das richtige Verstehen der
Welt(brems)beschleunigung behinderte:
- Klärung:
„Der abrupte Sprung“ des absolut definierten lokalen Schwerezentrums in eine beliebige Testmasse
bei „genügend“ kleiner lokaler Schwerebeschleunigung ruft nach einer Modellierung, worauf ich hier
in einer Zusatzbemerkung am 20. Sept. 2022 hingewiesen hatte.
Dieser Sprung muss aber nicht modelliert werden, weil die beobachtbare lokale Welt gegenüber der aktual
unendlich angenommenen Massenschale als potential unendlich klein angesehen werden darf, so dass es aus Sicht
des homogen-isotropen WPT-Alls gar keinen Sprung gibt, und lokal führt die Massenschale zur klassisch
unverständlichen MOND-Zone als Übergang von der Kepler- zur WPT- oder Ätherzone (siehe Kapitel 8.2 in Neue
Physik); klassisch hat eine homogen-isotrope Massenschale keinen Einfluss auf ihr Inneres.
- Ein alter Fehler:
Die Weltbremsbeschleunigung aW wurde bisher oft (sogar auf dem Buchdeckel von Neue Physik)
als geschwindigkeitsproportional angegeben, obwohl „schon immer“ klar war, dass aW der
Allsymmetrie in der WPT-Zone wegen konstant sein muss, und zwar auch für v-schnelle Testmassen mit 0 < v < c,
was zum Ausgangs-WPT-Ansatz aW = Hc führt. Die v-Proportionalität kam ins Spiel, weil
aW für ruhende Testmassen null und nicht Hc sein muss. Hier kam es nun zu einem groben Fehler, wie
man z.B. im Anhang A.3 der Arbeit Kosmische Gravitation sehen kann. Als
Ausgangspunkt dient das Potential V(r) = k f r, worin k eine Konstante (Hc) ist und f eine Funktion von
Testmassengrössen, z.B. von β = v/c. Danach wird aW als Gradient von V(r) berechnet, was nur
stimmt, wenn V konservativ ist. Dies schliesst aber aus, dass f zu β bzw. v proportional ist. Allerdings
gibt schon die dritte Gleichung im genannten Anhang ein aW mit einem f(β) an, das den
konservativen Charakter von V(r) nicht verletzt und trotzdem die Irregularität von aW für
dr = v = 0 in mit der aW-Gleichung ohne f verträglicher Weise behebt (fette Grössen
stehen für Vektoren):
aW = -k f(β) dr/dr = -k f(β) v/v mit k = Hc und mit f(0) = 0 und
f(>0) = 1
Für eine ruhende Testmasse muss aW verschwinden, was obiges f(0) = 0 garantiert, ohne den
konservativen Charakter zu verletzen, den wir seit ziemlich genau 20 Jahren immer wieder genutzt hatten, wenn
oft auch nur implizit. Der Bereich um r = 0 ist aber gross, in dem man f proportional zu β annehmen darf,
ohne den konservativ angenommenen Charakter von aW messtechnisch erkennbar zu verletzen.
Andererseits wird die v-Proportionalität für v > 0 nicht nur theoretisch ausgeschlossen, sondern auch durch
die kosmische Rotverschiebung der Galxien, die in der WPT ja durch die Weltbremsbeschleinigung Hc erklärt wird.
Zu beachten ist auch, dass die bisherigen Berechnungen im Zusammenhang mit der MOND-Brücke (nur) klassischer
oder halbklassischer Natur sind, was zulässig ist, weil die den (MOND-)Beobachtungen zugänglichen Phänomene
nicht relativistischer Natur sind und wohl noch lange keine Präzisionsmessungen zulassen. Das ist anders als
bei den (rein) kosmischen Phänomenen in der WPT-Zone bis zu höchsten z (Winkel- und Hellemessungen in
Abhängigkeit von z), die im Buch Neue Physik voll (speziell) relativistisch behandelt werden (siehe
Kapitel 6.2).
Auch im Kapitel 8 über die MOND-Brücke meines Buches wird der konservative Charakter der WPT-Zone nur
implizit durch die Angabe des konservativen WPT-Potentials auf Seite 283 ersichtlich, ohne darauf näher
einzugehen, was auch jetzt noch voreilig wäre, da noch nicht alle Folgen der aktualen Unendlichkeit der
kosmischen WPT-Massenschale ausreichend bedacht sind. Im Moment nur so viel:
Es sieht so aus, als wenn eine teilweise heuristisch motivierte Ergänzung unseres
MOND-Brückenkonzeptes nicht nur zu einem tieferen Verständnis der kosmischen Strukturen führte, sondern
auch einige bekannte Probleme von Milgroms MOND-Ansatz lösen würde.
Letztmals inhaltlich bearbeitet am 9. Oktober 2025
28. Juli 2022:
Galaxien, so weit das (JWST-)Auge sieht
Ja, Sie haben richtig gelesen: Galaxien bis zu einer Rotverschiebung z von etwa 20 und noch immer keine Spur der
hypothetischen Population III-Sterne, die noch vor den ersten Galaxien entstanden sein sollten.
Galaxienentstehungszeiten von weniger als 200, vermutlich sogar von weniger als 100 Millionen Jahren bei ähnlich
lange oder sogar länger dauernden vollen Sternumlaufzeiten in einer Galaxie müssten selbst den glühendsten
Urknall-Enthusiasten endlich zu denken geben!
Noch eine kleine Rechenhilfe für Leser von Original- oder Sekundärartikeln: Die Zeit t in Millionen Jahren seit
dem Urknall erhält man bei bekanntem z aus dem Standard-Urknallmodell mit
(ΩΛ, ΩM, ΩK) = (0.7, 0.3, 0) und H0 = 70 km/s
pro Mpc mit folgender einfacher Formel: t(z) = 11'177 arsinh(1.527/(1+z)1.5) MJahre.
Für z = 0, also hier und heute, erhält man den aktuellen zeitlichen Abstand zum Urknall, und ein Objekt mit z = 11,
etwa der messtechnischen Grenze des Hubble-Teleskops, sandte sein heute hier empfangenes Licht gut 400 Millionen
Jahre nach dem Urknall aus und ein Objekt mit z = 20 etwa 180 Millionen Jahre nach dem Urknall.
Nachtrag vom 7. August 2022: Aus Freude über die ersten JWST-Resultate habe ich oben etwas übertrieben:
Genauer hätte ich nicht von Galaxien, sondern von Galaxienkandidaten schreiben sollen, denn alle bisher angegebenen
z-Werte sind photometrische Werte, und bisher wurde meines Wissens noch keines der hohen z spektroskopisch bestätigt.
Nachtrag vom 1. Mai 2023: Als gesichert gilt heute aufgrund der JWST-Messungen, dass die Morphologie der
Galaxien sich mit der Rotverschiebung z bis mindestens etwa z = 5 nicht oder nur unwesentlich ändert. Insbesondere
scheint der Anteil der Ellipsen und Scheiben mit z eher zu- als abzunehmen und die irregulären Galaxien nehmen
mit z nicht zu, wie man aufgrund der früheren Hubbleteleskop-Messungen zu wissen meinte.
Allerdings wird oft behauptet, dass die fernsten Galaxien verglichen mit denen unserer nächsten Umgebung äusserst
klein und leicht seien; der Effekt beträgt für Galaxien mit z etwa zehn etwa zwei Grössenordnungen. Das ist aber
nur so, wenn man die Galaxiengrössen aus ihren scheinbaren gemessenen Winkelgrössen mit ΛCDM berechnet.
Berechnet man sie mit unserer Weltpotentialtheorie, verschwindet diese riesige Diskrepanz, was einmal mehr zeigt,
dass die stabil statische WPT-Kosmologie ΛCDM weit überlegen ist. Zur Diskrepanz von theoretischen
scheinbaren Winkeln in WPT und ΛCDM verweise ich auf Abschnitt 6.2.5 in meinem Buch Neue
Physik, insbesondere auf Abb. 6.5 auf Seite 234.
Letztmals bearbeitet am 1. Mai 2023
27. März 2022:
Gravodynamik, die neue lokale Gravitationstheorie
Der Schlüssel zur (SRT-)Begründung der Gravodynamik ist die Sonderrolle, die der Gravitation in der Physik
zukommt. Sie erklärt nicht nur den NKG-Schwarzschildfall, sondern neu auch die NKG-Gravomagnetik, was zu
einem völlig neuen Weltmodell führt, in dem die lokale Gravitation mit einer an sie angepassten Elektrodynamik,
der Gravodynamik, behandelt wird, die die ART-Feldgleichungen mit ihren Raumkrümmungen ablöst.
Zur Erinnerung: Während lokal NKG und ART in äusserst guter Näherung übereinstimmen, schliessen sie sich
auf kosmischen Skalen gegenseitig aus. Auf kosmisch-galaktischen Skalen (galaktisch wegen MOND) passt die NKG
mit WPT viel besser zu den Beobachtungen als die ART-Kosmologie, obwohl sie nur einen leicht freien Parameter,
die mittlere Weltalldichte, hat.
Die (SRT-)Begründung der lokalen Gravitation war bisher nur im Zusammenhang mit der NKG-Schwarzschildmetrik
(in meinem Buchentwurf) voll befriedigend, da ich nur sie ohne Bezug auf die ART begründen konnte, aber nicht
die Gravomagnetik, die unter anderem den Thirring-Lense-Effekt rotierender Kugelmassen wie der Erde erklärt.
Zur Berechnung solcher Effekte geht man statt von der NKG-Schwarzschildmetrik von der
Gravodynamikmetrik aus, deren erster Teil der äusseren NKG-Schwarzschildmetrik entspricht und deren zweiter
Teil zum gravomagnetischen Vektorpotential proportional ist (siehe weiter unten).
Dieser zweite Teil ist doppelt so gross, wie ein direkter Vergleich mit der Elektrodynamik im Sinne Heavisides
erwarten liesse. Diesen Faktor 2 übernahm ich bisher aus der ART (siehe Abschnitt 6 über die Karussell-Metrik
im Anhang F des Aufsatzes „Kosmische Gravitation“), weil schon bekannt
ist, dass NKG und ART lokal in hervorragender Näherung übereinstimmen, was auch aus NKG-Sicht plausibel ist,
weil die ART infinitesimal lokal sowohl mit Newton wie mit der SRT übereinstimmt und ausserdem dem
Wirkungsprinzip gehorcht; vor allem aber kann die ART alle bisherigen astronomischen Beobachtungen mit Ausnahme
der galaktischen und kosmischen hervorragend beschreiben. Andererseits ist dies auch der Grund, dass die ART
auf kosmischen Skalen bzw. bei sehr kleinen Schwerefeldern versagen muss, weil dort schon Newton versagt.
Neu ist, dass ich meine diesen gravomagnetischen Faktor 2 etwa analog zur Erklärung der doppelt
so grossen Lichtablenkung am Sonnenrand gegenüber dem klassischen Wert physikalisch erklären zu können,
natürlich ohne Raumkrümmungen und überhaupt ohne Bezug auf die ART. Die Erklärung beruht primär darauf, dass
die Gravitation unter den Wechselwirkungen eine über träge und schwere Masse alle verbindende
Sonderrolle einnimmt und damit auch darauf, dass sie darum nicht in voller Analogie zur Elektrodynamik
behandelt werden kann. Weil der dahinter stehende Gedankengang nicht ganz einfach ist, teilen wir ihn in
Schritte auf:
-
Vorbemerkung: Quanteneffekte berücksichtigen wir nicht, insbesondere berücksichtigen wir weder echte
noch virtuelle Paarerzeugungen, was bedeutet, dass Licht (in Strenge) nicht mit elektrischen Feldern
wechselwirken kann, eben ganz wie in der klassischen Elektrodynamik; zu Paarerzeugungen und Vernichtungen
gibt es im SRT-Teil meines Buchentwurfes schon lange eine neue Deutung, ohne am Fromalismus etwas ändern zu
müssen.
-
Alle Wirklichkeit ist schwer besagt, dass allem, was wirkt, allem, das (lokalisierte) Energie besitzt,
Schwere zukommt; Wirkung ohne Energie ist undenkbar, und Masse meint „nur“ die innere Gesamtenergie,
die ein betrachteter Körper in Form von potentieller (z.B. Selbstenergie) und kinetischer Energie (z.B. Wärme)
besitzt. Sie ist aber über ihre Trägheit viel leichter bestimmbar als über die Summe der einzelnen
Energieanteile, die oft gar nicht (genau) bekannt sind. Darum kann es auch keine Umwandlungen von Masse in
Energie geben, weil es Masse an sich nicht gibt; das ist eine Deutung der Massen-Energie-Äquivalenz, die sich
noch nicht allgemein durchgesetzt zu haben scheint.
Die gesamte äussere, im Weltall auf kosmischen Skalen homogen verteilte Masse bzw. Energie ist Quelle des
kosmischen Schwerefeldes mit Weltpotential und damit auch so etwas wie die physikalische Ursache von
(kosmischer) Trägheit und absolutem Raum.
-
Kopplung von Testteilchen und Energiequäntchen an Felder und absoluten Raum: Wir unterscheiden vier
Kopplungen mit abnehmendem Gültigkeitsbereich:
-
Die kinematische Geometriekopplung erlaubt es wenigstens in Gedankenexperimenten
auch masse- bzw. energielose und damit ideal starre Körper zu betrachten, wie z.B. eine masselose
Äquivalenzrakete, was aber zur physikalisch falschen Rindlermetrik mit richtiger Rotverschiebung,
aber mit falscher bzw. klassischer Lichtgeschwindigkeit in einem Schwerefeld führt, letztlich
Einsteins Fehler von 1907 und 1911, der ihn den richtigen Weg zur Berücksichtigung der SRT in der
Gravitation verfehlen liess.
Scheinkräfte wie Zentrifugal- und Corioliskräfte und damit auch magnetische Felder genauer
die zu ihnen äquivalenten Drehfelder beruhen auf einer reinen Geometriekopplung an den
absoluten Raum, die auch in die Begründung des oben genannten Faktors 2 in der Gravomagnetik eingeht.
Der absolute Raum wird in der NKG bzw. WPT mit einem Weltschwerefeld bzw. Potential physikalisch
erklärt oder mindestens plausibel gemacht, dessen Quelle die das Weltall auf „genügend“
grossen Skalen mit konstanter Dichte ausfüllende Energie bzw. Masse ist und in der WPT einer
unendlichen Massenschale in unendlicher Ferne äquivalent ist.
-
Die Trägheitskopplung koppelt über die träge Masse bzw. Energie an den absoluten Raum; in der
Bewegungsgleichung kommt sie im Term mit der Impulsänderung dp/dτ vor.
-
Die Schwere- bzw. Energiekopplung koppelt über die schwere Masse bzw. Energie an die lokalen
Schwerefelder, deren Quelle alle lokalen schweren Massen bzw. Energien sind, aus denen sich mit der
Poissongleichung das lokale Schwerepotential berechnen lässt; in einer Bewegungsgleichung tritt die
schwere Masse im (Potential-)Schwerkraftterm auf, zu dem z.B. noch Coulomb-Potentialkraftterme hinzu
kommen können (siehe auch nächsten Punkt).
-
Die Ladungskopplungen koppeln geladene Körper an die entsprechenden (lokalen) Ladungsfelder,
eine elektrische Ladung z.B. an elektromagnetische Felder. Eine solche Ladung, z.B. ein Elektron,
koppelt über seine Selbstenergie aber auch an lokale Schwerefelder; diese Kopplung ist verglichen
mit der elektromagnetischen aber so schwach, dass sie vernachlässigt werden kann, ausser natürlich
bei makroskopisch ganz oder fast neutralen Körpern.
(Elementar-)Ladungen erhalten über ihre innere Energie auch Trägheit bzw. träge Masse und koppeln so
an den absoluten Raum, was es ermöglicht, auf einfache Weise Bewegungsgleichungen aufzustellen. Klar
auch, dass so gesehen, Neutrini (als wechselwirkende Teilchen) nicht masselos sein können.
-
Die Meter/Uhren-Kopplung der SRT hat zwei Bedeutungen: Einerseits kann man eine Zeitspanne immer auch als
Weg angeben, den Licht im feldfreien Vakuum in dieser Zeit zurücklegt, und umgekehrt. Dies hat nun zur Folge,
dass aufgrund dieser Kopplung eine relativistische Zeitkorrektur z.B. in einem Schwerefeld oder einer
Rakete mit einer gleich grossen Wegkorrektur verbunden ist.
Während sich Zeitkorrekturen über die zeitliche Impulsänderung dp/dτ auf beliebige Testteilchenbahnen gleich
auswirken, gilt das für die zugehörigen Wegkorrekturen über die Potentialänderungen entlang der Bahnen nur für
ungeladene Testteilchen und damit auch für reine kinetische Energie wie Licht. Weil die Potentialdifferenz im
Schwerefeld einer Quellladung z.B. eines Elektrons oder Protons gegenüber der in ihrem Ladungsfeld
unmerklich klein ist, haben Wegkorrekturen keinen (messbaren) Einfluss auf geladene Teilchen. Das führt für Licht
zur doppelten klassisch erwarteten Lichtgeschwindigkeitsänderung in Schwerefeldern und damit auch zur doppelten
klassisch erwarteten Lichtablenkung am Sonnenrand.
Das gilt im Wesentlichen auch für Ladungen und Licht in Magnetfeldern. Weil Magnetfelder durch (im Allgemeinen)
infinitesimal kleine lokale Drehfelder z.B. rotierende Äquivalenzraketen simuliert werden können
bzw. zu ihnen äquivalent sind (Larmortheorem), wirken sie nicht nur auf Ladungen, sondern auf beliebige
Testkörper, also auch auf Licht, und zwar wenn sie nicht elektrisch geladen sind nicht nur über
Zeit-, sondern auch über Wegkorrekturen, was die Wirkung des gravomagnetischen Vektorpotentials auf nicht
geladene Testmassen und damit auch Licht gegenüber geladenen Testkörpern verdoppelt, und zwar wieder weil die
Wirkung auf Testladungen des gravomagnetischen Vektorpotentials gegenüber der des elektromagnetischen unmerklich
klein ist, was aber für makroskopische Körper im Allgemeinen nicht gilt, ein trivialer Aspekt, auf den wir hier
nicht näher eingehen.
Die Meter/Uhren-Kopplung ersetzt in der NKG die letztlich nur ad hoc eingeführten ART-Raumkrümmungen. Die
NKG-Rechenmetriken sind Metriken für Lichtbahnen und ungeladene Testkörper. Abschliessend stellen wir die lokale
gravodynamische NKG- und ART-Metrik einander gegenüber, wobei zu beachten ist, dass die ART-Metrik als
Raumzeitmetrik für ganz beliebige Testkörper und Kopplungen zuständig ist, die NKG-Metrik aber nur für
ungeladene Testkörper und Schwere- bzw. Energiekopplungen:
Die eingerahmten Terme wären bei zur Elektrodynamik voll analogen Gravitationsmetriken alle eins. In der NKG
werden beide durch die auf geladene und ungeladene Testteilchen ungleich wirkende Meter/Uhren-Kopplung erklärt,
während in der ART der Term vor dr2 ad hoc mit der ART-Raumkrümmung erklärt wird; dieser Term ist die
lineare Näherung des entsprechenden NKG-Terms, wenn man noch beachtet, dass in der ART das Potential V selbst
vorkommt, in der NKG aber nur die Potentialdifferenz ΔV. Der Faktor 2 im Magnetfeldterm folgt in der ART
formal aus den linearisierten ART-Feldgleichungen, wenn man eine möglichst grosse Ähnlichkeit zur Elektrodynamik
erreichen will. Weil das aber nicht wirklich eindeutig ist, befriedigt es auch seine Vertreter nicht voll, und
sie versuchen diesen Faktor 2 physikalisch plausibel zu machen, indem sie den nur postulierten!
Spin 2 der hypothetischen Gravitonen dafür verantwortlich machen oder machen möchten; siehe dazu „Gravitomagnetismus“, insbesondere Gleichung (42), die bis auf
Vorzeichenkonventionen obigem Linienelement für die ART entspricht, aber auch den letzten Abschnitt auf Seite
12.
Die Quantisierung der Gravitation sollte nun auch kein Problem mehr sein. Aber viel wichtiger: Damit hat
man es nicht mehr mit den schwierigen ART-Feldgleichungen zu tun, sondern formal nur noch mit dem gut bekannten
(an die Gravitation angepassten) Formalismus der Elektrodynamik, und die ART mit ihren schon fast esoterischen
Raumkrümmungen wird wie es heute aussieht eine Episode der Wissenschaftsgeschichte. Aber keine
Angst: Trotz diesem grössten Schritt in der Gravitation seit Kepler sind noch lange nicht alle Rätsel gelöst.
Schlussbemerkungen:
Einiges sollte sich jeder ehrlich an Wissenschaft und nicht nur an seiner Karriere Interessierte und selbstredend
auch einigermassen Befähigte merken: Forschen ist kein Menschenrecht, sondern vermutlich die grösste Gnade, die
wir kennen. Hütet euch darum vor Quotenforschern aus politischen oder andern Gründen und noch viel mehr vor
Ideologien, Dogmen und Heiligenverehrungen, egal ob christlichen, jüdischen oder andern; erbärmlich, was man
heute fast täglich über die CO2-Jahrhundertlüge und die Corona-Pandemielügen selbst in
Physikerblättern für ein etwas grösseres Publikum lesen muss. Aber die allergrösste Katastrophe für die
Wissenschaft, insbesondere die Grundlagenforschung, seit der Globalisierung durch das Römische Reich und im
Anschluss daran durch die katholische Kirche findet heute statt: Es ist die Internationalisierung bzw.
faschistische Gleichmacherei mit Einheitssprache und Wahrheit, einer eigentlichen Klonisierung mittels weltweiter
Wissenschafterdurchmischung (siehe dazu auch folgenden Absatz weiter unten). Vor 11
Jahren schrieb ich dazu bereits, dass ich ganz grundsätzlich nicht bereit sei, mich dem anglorassistischen und
faschistischen Sprachdiktat in den Wissenschaften zu unterwerfen, denn gerade Grundlagenforschung brauche Vielfalt,
und globale Wissenschaftskartelle seien ihr Tod, ausser in gewissen vor allem grosstechnischen Belangen, wo es vor
allem auf Quantität, sprich Geldmittel, ankomme. Ich füge hinzu: Heute wird eine lingua franca beschworen, die man
in der Wissenschaft zwingend brauche, wohl weil sich Einfalt leichter als Vielfalt durch oft kriminelle
Schafköpfe steuern lässt. Die letzte lingua franca führte zu einem weit über tausendjährigen Tiefschlaf der
Wissenschaften etwa seit Roms Globalisierung und dem Aufkommen des Katholizismus, bis Luther mit seiner
Bibelübersetzung fürs Volk einen wesentlichen Schritt zur Entkatholisierung bzw. Entglobalisierung tat; wohl kein
Zufall, dass Kepler ein Protestant, wohl gar ein Reformierter war und auch der Erste, der die Alten nicht nur
kannte, sondern weit über sie hinauskam; nein, das war nicht Kopernikus, der hatte seine Idee von Aristarch und
war nicht in der Lage ihn bzw. Ptolemäus zu übertreffen; eher war er ein Luther in der Astronomie, der die
Schwächen des damaligen Astronomiepapstes Ptolemäus sozusagen mit Aristarchs Hilfe leicht
verständlich aufdeckte.
Wissenschaft ist das gewachsene Wissen Hunderter Generationen vieler Kulturen, die man nicht in einer
zusammenfassen kann, denn in diesem Falle wäre das Ganze viel weniger als die Summe seiner Teile, denn jede echte
Kultur braucht ihre eigenen Pfleger und Entwickler; eigentlich eine Banalität, denn durchschnittliche
Wissenschafter sind schon damit völlig überfordert, auch nur eine entwickelte oder Hochkultur nur schon in der
Physik zu überblicken.
Nun noch vor allem an die Jüngeren im Falle, dass meine Ideen helfen sollten unser Wissen über die Welt
wesentlich zu erweitern: In diesem Falle ist es meine Pflicht, deutlich und mit Dankbarkeit die Heimaterde zu
preisen, auf der diese Ideen reifen konnten. Ich verdanke nämlich alles der Kultur, in die ich hineingeboren
wurde, und das ist die deutsche Kultur mit ihrem reichen Bücherschatz und ihren Bildungseinrichtungen,
insbesondere ihren Hochschulen und teilweise Jahrhunderte alten Universitäten, die uns auch aus noch viel älterer
Zeit und dem Wissen fremder Kulturen berichte(t)en und die jetzt von besseren Dorftrotteln und Schafköpfen, die
sich für Weise oder mindestens von Gott Auserwählte halten, systematisch zerstört werden. Ja, Sie leben in einer
ausserordentlichen Zeit, einer Zeit eines alttestamentarischen, steinzeitlichen kulturellen Völkermordes
das ist weit schlimmer als Massenmord! wie es ihn wohl in diesem Ausmasse noch nie gab, und die Mehrheit
merkt es noch nicht einmal. Tun sie darum alles, um den Aufschwung der Wissenschaft seit Kepler und Galilei, von
dem wir alle bis heute profitieren, nicht schon jetzt und vielleicht für immer wieder enden zu
lassen!
Letztmals bearbeitet am 17. April 2022
23. August 2021:
Röntgengas-Galaxienhaufen eignen sich bisher nicht, um Grvitationstheorien zu prüfen, weil sie neben den
Galaxien und dem Röntgengas noch mindestens eine weitere nicht vernachlässigbare, aber unbekannte
Materiekomponente besitzen, die man nur im Falle von kollidierenden Haufen (mehr oder weniger direkt)
„sehen“ und berücksichtigen kann, z.B. beim berühmten Geschosshaufen. Solche Fälle sind aber sehr
selten, und für Überprüfungen sind sich durchdringende Haufen zudem ungeeignet. Das ist zwar alles
nicht neu, aber offenbar selbst bekannten Astrophysikern sowohl aus dem ΛCDM- wie dem MOND-Lager
nicht wirklich bewusst, sonst hätten mindestens die MOND-Anhänger längst darauf hinweisen müssen.
Auch mir wurde dies erst voll bewusst, als ich eine Entgegnung (siehe weiter unten) auf
einen Video-Rundumschlag Prof. Bartelmanns auf alternative kosmologische Modelle und neue Gravitationstheorien
schrieb. Da Bartelmann sicher zu den gegenwärtig kompetentesten Kosmologen mindestens auf dem Gebiete
der Standardkosmologie zählt, kann und will ich einen solchen Angriff aus seinem Munde nicht einfach
ignorieren, obwohl seine Hauptargumente alle falsch sind oder mindestens auf unbelegten Voraussetzungen beruhen,
was aber selbst viele Physiker ohne einen Fingerzeig nicht merken.
Letztmals bearbeitet am 29. August 2021
29. Mai 2021:
Die Aufgabe der gravomagnetischen Wellengleichung (siehe weiter unten) aufgrund der
LIGO-VIRGO-Messungen war falsch, denn gravomagnetische Wellen können genau wie elektromagnetische Wellen
(auch) als Quadrupolstrahlung (und nicht nur als Dipolstrahlung) auftreten, was vor allem aus der
Kernphysik bekannt ist; in der Gravomagnetik ist Dipolstrahlung sogar strikt verboten, und der erste
erlaubte Multipolterm führt damit zu Quadrupolstrahlung. Das fiel mir erst jetzt (wieder?) auf, als ich
beim Arbeiten an meinem Buchentwurf zum Schluss kam, dass Heavisides Gravitationswellen eine
mindestens fast zwingende Folge der NKG sein müssten. Sie sind so etwas wie das Pünktchen auf dem i
am Ende des langen Weges von Heavisides elektromagnetischer Gravitationsanalogie bis zur NKG, den wir nun
kurz skizzieren, damit der Leser den grösseren Zusammenhang sehen kann:
-
Der naheliegendste Ausgangspunkt für eine Verallgemeinerung der Kepler-Newton-Gravitation ist die
Elektrodynamik, was vor Einstein und spätestens nach Hertz wohl ganz allgemein so gesehen wurde; Heaviside
erhielt so schon 1893 im Wesentlichen formal die Gravomagnetik mit
(c-schnellen) Gravitationswellen.
-
Probleme der Gravomagnetik: Man erhält damit auf direktem bzw. einfachstem Weg wie mit wohl
jeder einfachen SRT-Version der Gravitation nicht die richtige Perihelverschiebung, weswegen sich
Poincaré wohl nach etwa 1906, mindestens von aussen sichtbar, nie wieder mit einer relativistischen
Gravitationstheorie befasste, obwohl er das 1905 in seiner grossen SRT-Arbeit noch ausführlich getan hatte.
Später, als man Einsteins ART als wahr oder gar als sakrosankt ansah, geriet Heavisides Elektrodynamikanalogie
wohl weitgehend in Vergessenheit, obwohl die Theoretiker nie ganz vergassen, dass es in der ART keine voll
überzeugende Herleitung der Gravitationswellen aus den ART-Feldgleichungen gibt.
-
Lösung der SRT- und Gravomagnetikprobleme: Obwohl Poincaré schon 1905 erkannte, dass in der SRT Längen
durch Lichtlaufzeiten definiert werden, erkannte er nicht, dass dies in Schwerefeldern zu Längen- und
Zeitverzerrungen, aber auch Lichtgeschwindigkeitsänderungen führt, mindestens konnte er dies nicht richtig
berücksichtigen. Das wird erstmals in meiner ersten NKG-Version im Anhang F
berücksichtigt und so begründet, auch wenn ich die lokale NKG-Schwarzschildmetrik und kosmische WPT-Metrik
im Sinne von Schein- oder Rechenmetriken mit Hilfe von Einsteins Äquivalenzrakete schon einige Jahre früher
fand. Wichtige Teile der (tieferen) Begründung liegen aber erst in meinem Buchentwurf vor. Bis hierher spielt
die Elektodynamik aber nur eine indirekte Rolle als relativistische Standardtheorie.
Erst beim Einbau von Drehungen in die NKG-Schwarzschildmetrik mit Hilfe eines Äquivalenzkarussells, mit dem man
den Thirring-Lense-Effekt simulieren kann, drängt sich die Elektrodynamik als Vorbild bzw. direkte Analogie bei
der Begründung der NKG auf. Während sich bei der Äquivalenzrakete Beschleunigung und Schwerkraft entsprechen,
entsprechen sich beim Äquivalenzkarussell der Coriolis- und Thirring-Lense-Effekt. Letzterer beruht in der NKG
auf dem gravomagnetischen Moment einer rotierenden Masse, dessen Grösse man aus dem Vergleich mit der
Elektrodynamik erhält. Wenn es aber ein solches gravomagnetisches Moment gibt, woran es heute kaum noch Zweifel
geben kann, dann muss es auch (fast) zwingend gravomagnetische Wellen geben, die aber auf den ersten Blick
Vektorwellen zu sein scheinen, was aber nicht so ist:
Vorausschicken möchte ich, dass wir bei Wellen immer nur die Fernlösung meinen, die man mit ebenen Wellen
annähern darf. Für gravomagnetische Wellen gibt es zwei zwingende Vorgaben: Einerseits können sie keine
Monopolanteile enthalten wie schon elektromagnetische Wellen und zusätzlich auch keine Dipolanteile, weil es
keine negativen Massen gibt. Damit ist der erste nicht verschwindende Term von gravomagnetischen Wellen der
Quadrupolterm, was bedeutet, dass gravomagnetische Fernstrahlung in aller Regel von Quadrupolstrahlung dominiert
wird und ganz grundsätzlich keine Vektorstrahlungsanteile enthalten kann. Wer das erstmals klar erkannte und
auch deutlich aussprach, weiss ich nicht; Heaviside war es nicht und Poincaré wohl auch nicht.
Weil die obigen Ausführungen zur Art der gravomagnetischen Wellen elementar, zwingend und längst bekannt sind,
erstaunt es, dass dies meines Wissens bisher niemanden veranlasste, die Quadrupolstrahlung als ART-Effekt in
Zweifel zu ziehen. Eine (grössere) Debatte darüber gab es vermutlich darum nicht, weil zwar einerseits recht
allgemein bekannt ist, dass es ohne negative Massen keine gravitativen Dipolwellen geben kann, aber andererseits
hatte man wohl gravomagnetische Wellen als mögliche Alternative zur ART-Quadrupolstrahlung längst vergessen oder
gar nie in Betracht gezogen; die Multipolentwicklung von elektromagnetischen Wellen, die solche Betrachtungen
erst nahelegt oder gar ermöglicht, fand Mie 1908, und die erste „Multipolarbeit“, die den Zusammenhang
mit Drehimpuls und Spin leicht verständlich darstellt, erschien vermutlich sogar erst 1950.
Nun noch eine Bemerkung zum Spin von (masselosen) Bosonen: Das ist ein wenig hilfreicher Begriff, da nur der
Gesamtdrehimpuls eine Erhaltungsgrösse ist und es keine Rolle spielt, wieviel davon auf den Spin und wieviel auf
den Bahndrehimpuls entfällt; der Elektronenspin ist hingegen wesentlich, weil er die (Fermionen-)Halbzahligkeit
des Drehimpulses bewirkt. Bei elektro- und gravomagnetischen Wellen kommt es aber nicht auf den Spin an, sondern
auf den tiefsten erlaubten Multipolterm der Strahlung.
Letztmals bearbeitet am 1. Juli 2021
25. Januar 2021:
Der WPT-Helligkeitsabstand muss aufgrund eines besseren Verständnisses der WPT-Grundlagen korrigiert werden, was
Folgen für den Vergleich mit den Beobachtungen hat, insbesondere mit den Supernova
Ia-Helligkeiten und den Messungen der äquivalenten Winkelgrössen von Galaxien. Deutlich merkbar wird der Unterschied
aber erst für z-Werte grösser etwa 2. Darum ändert sich beim Vergleich mit den Supernovae eher wenig, da deren
höchste z-Werte gerade bei etwa 2 liegen, die allgemein anerkannten wohl sogar unter 1.5, und die äquivalenten
Winkelgrössen von Galaxien passen nun sogar merklich besser zur Theorie als vorher, eigentlich so gut, dass kaum
noch Raum für eine Grössenzunahme der Galaxien von z ~ 3 bis z = 0 bleibt, was auf einen ziemlich lokalen
Energie-Massen-Kreislauf hinweist.
Der Wichtigkeit halber für alle Vergleichsrechnungen stelle ich den alten und neuen Helligkeitsabstand und den
Winkelabstand als Funktionen der Rotverschiebung z in der folgenden Tabelle nebeneinander (H ist die Hubblekonstante
und c die Lichtgeschwindigkeit):
Gegenüberstellung der alten und neuen Abstandsformeln
| A b s t ä n d e ( z ) |
alt |
neu |
| Helligkeitsabstand |
DH = c/H (1+z) sinh(ln(1+z))
Dies entspricht dem Leerall- oder Milne-Modell. |
DH = c/H (1+z) ln(1+z)
Dies entspricht einem Nulldichte-Modell mit ρ + (3p)/c2 = 0
mit Λ mit negativem Druck. |
| Winkelabstand |
DW = c/H sinh(ln(1+z)) |
DW = c/H sinh(ln(1+z)) |
Das neue DH fiel natürlich nicht erst jetzt vom Himmel. Es kam schon in der ersten noch etwas saloppen
Begründung der WPT bis auf den Faktor (1+z), der der kosmischen Rotverschiebung und Zeitdehnung geschuldet ist, als
Eigenlaufzeit der „Lichtspuren“ τ(z) vor. Die Zweifel an DH sind darum sehr alt. Sie
tauchten schon bald nach meinem ersten Vergleich der WPT mit den Supernovamessdaten 2006
auf. Die damaligen Vergleichsrechnungen favorisierten aber wenn auch keineswegs signifikant die
ursprüngliche Formel vom Dezember 2005. Erst Ende 2015 gab es eine Änderung, als es mir gelang die WPT mittels der
NKG besser zu begründen. Diese vertieftere Begründung sprach nun für das neue DH, was mir aber nicht
sofort bewusst wurde. Danach wollte ich neue Hellemessungen mit höheren z abwarten, mit denen sich die Güte des
neuen DH gegenüber dem alten prüfen lässt; das neue DH wollte ich aber erst hier mitteilen,
falls und nachdem es die Prüfung bestanden hatte. Obwohl man die neuen Standardkerzendaten bis zu hohen z, die auf
Quasarmessungen beruhen, noch nicht als allgemein anerkannt ansehen kann und ausgerechnet ihre Promotoren eben
jetzt teilweise gegenüber ihren älteren Arbeiten Widersprüchliches veröffentlichen, stelle ich die wichtigsten
Mess-Modellvergleiche doch schon jetzt vor. Ich hoffe nämlich in absehbarer Zeit ein Buch veröffentlichen zu können,
in dem ich in einem Kapitel, an dem ich jetzt schreibe, auch den Helle- und Winkelabstand behandle, und zwar mit
dem neuen DH. Das ist natürlich etwas riskant ohne einen Abgleich an allgemein anerkannten
Beobachtungsdaten. Darum und weil der Vergleich der WPT mit dem gemessenen Supernova-Hubblediagramm schon vor etwa
fünf Jahren wissenschaftspolitische Wellen schlug, was man hier im Teil 5, insbesondere in den Punkten 4 und 5 nachlesen kann, stelle ich nun auch meinen ersten Vergleich der
„neuen“ WPT mit einem Quasaren-Hubblediagramm bis z ~ 5 zuerst hier vor. Das neue Hubblediagramm beruht
darauf, dass eine italienische Gruppe seit einigen Jahren überzeugt ist, eine Methode gefunden zu haben, mit der
man Quasare wie Supernovae Ia als Standardkerzen nutzen kann. In den folgenden zwei Punkten gehe ich auf die neuen
Mess-Theorievergleiche mit gemessenen Hubbldiagrammen und äquivalenten Galaxienwinkeln als Funktion von z näher ein:
-
Modell-Prüfung an gemessenen Hubblediagrammen: Seit wohl etwa zehn Jahren gibt es ernsthafte Anstrengungen
Gammablitze und Quasare, die man bis zu sehr hohen z sehen kann, als Standardkerzen zu verwenden. Während man von
den Gammablitzen in letzter Zeit eher wenig liest, werden seit etwa fünf Jahren Quasare bis etwa z = 5 als
Standardkerzen propagiert. Folgendes Bild links, das ich „Hubble in Trouble“ vom Februar 2019 in Alpha
Cephei entnommen habe, gibt einen Überblick:

Falls die in den roten Sammelpunkten im linken Bild zusammengefassten Quasardaten einigermassen zuverlässig sind,
wird die WPT mit altem DH (güne Kurve im rechten Bild) ab etwa z = 2 bis 3 falsifiziert, während die
WPT mit neuem DH (rosarote Kurve) gut zu ihnen passt. Ein im Wesentlichen gleiches Hubblediagramm wie
hier oben links, in dem auch Gammablitze bis gegen z = 7 berücksichtigt werden, findet man in einer neueren
Arbeit vom Juli 2019 von Lusso et al. auf Seite 3, worauf
ich hier aber nicht eingehe. Das rechte Bild wäre eine äusserst starke Stütze für die WPT, wenn denn die
Abstandsmodule der Quasare vertrauenswürdig wären, was aber leider nicht der Fall zu sein scheint, denn eben jetzt,
am 20. bzw. 22. Jan. 2021, nachdem ich das meiste hier schon geschrieben hatte, erschien in arXiv ausgerechnet von den „Erfindern“ der
Quasarstandardkerzen völlig Widersprüchliches zu ihren älteren Veröffentlichungen, wie das folgende Bild
zeigt.

Das sieht wie eine verdeckte Rücknahme aller ihrer bisherigen Distanzmodule für Quasare ab etwa z von 2 bis
3 aus, insbesondere wenn man auch die Fehlerbalken ansieht. Da es für die Beurteilung offensichtlich nicht
auf Feinheiten ankommt, habe ich die in ihrer Figur 7 auf Seite 8 eingezeichneten Balken symmetrisiert. Sie
schreiben zwar, dass die roten Punkte nur der Visualisierung ohne statistische Anwendung was immer
dies bedeuten mag dienten, aber niemand wählt ohne Not eine Visualisierung, aufgrund derer schon ein
kurzer Blick allergrösste Zweifel an seinen gesamten bisherigen und neuen (Quasar-)Veröffentlichungen aufkommen
lassen muss. Noch eine Bemerkung zur Einordnung des Hauptunterschiedes zwischen den alten und neuen Quasardaten
(ohne Beachtung der Fehlerbalken): Während zu den alten Abstandmodulen sowohl ΛCDM wie die WPT mit neuem
DH sehr gut passen, scheint zu den neuen Daten nach kurzer Überprüfung der etwas bekannteren Modelle
das altbekannte Einstein-de Sitter-Modell ohne Λ noch am ehesten wenn auch keineswegs gut
zu passen.
Der nächst beste Test, nachdem sich die Quasardaten als fragwürdig bis unbrauchbar erwiesen haben, sind
Supernovae mit möglichst hohen z. Es scheint, dass momentan eine
Supernovazusammenstellung von Scolnic et al. von 2018 am weitesten verbreitet ist mit z-Werten bis gut 2.
Im von Messdaten „überfüllten“ Bild mit dem Pantheon-Hubblediagramm aus diesem arXiv-Artikel auf
Seite 14 markierte ich einige Punkte ungefähr auf der mittleren Messwertekurve der Abstandmodule; diese Punkte
stellen also keine Messdaten dar, sondern ihre etwas unübliche Zusammenfassung. Danach schaute ich, wie gut
ΛCDM und die alte und neue WPT-Version dazu passen; die alte Version entspricht dem Leerallmodell bzw. der
grünen Kurve im nächsten Bild. In diesem und allen andern Bildern wähle ich H bzw. H0 = 70 (km/s)/Mpc,
und für ΛCDM wähle ich jeweils Ωk = 0 und Ωm = 0.3, woraus sich weiter
ΩΛ = 0.7 ergibt. Den im Allgemeinen modell- und datensatzabhängigen Parameter für die
„wahre“ absolute Helligkeit optimierte ich jeweils für jede Modellkurve mit zugehöriger Hubblemesskurve
getrennt; das ist zwingend nötig, wenn man verschiedene Modellkurven mit dem gleichen gemessenen Hubblediagramm
vergleichen will, was aber noch immer nicht allgemein beachtet wird, obwohl die Missachtung zu gravierenden
Fehlern führen kann und auch schon geführt hat, wie man im Teil 5, speziell in den Punkten 3 und 4, dieser Seite sehen kann. Aber auch die Nobelpreisträger Perlmutter,
Riess und Schmidt waren (und sind?) mit solchen Auswertegrundlagen völlig überfordert, obwohl ihre Programme
teilweise richtige Resultate lieferten; diesen geradezu skandalösen Nobelpreis hatte ich schon am Bekanntgabetag
kritisch kommentiert (siehe weiter unten). Irritierend ist auch, dass Hillebrandt, ein
bekannter Supernovaspezialist, der Perlmutter zu kennen scheint, in einem ansonsten guten Video vom 21. Sept. 2021 noch immer von alten, grob falschen
Auswertungen ausgeht, wie eine Bildschirmaufnahme belegt, wonach ein
leeres Allmodell schon von den Supernovadaten bis z ~ 1 ausgeschlossen werde.

Aus diesem Bild ergibt sich, dass das alte WPT-Modell ab einem z von etwa 1.5 schlechter als das neue Modell zu
den Messdaten passt; das neue Modell genau wie auch ΛCDM scheint aber perfekt zu passen,
ein recht schönes Resultat für die WPT auch ohne die Quasarmessungen, würde ich meinen. Die Sache mit den
Quasaren oben lasse ich vor allem darum stehen, weil sie ein schönes Beispiel dafür ist, wie Forschung an
vorderster Front manchmal in praxi abläuft.
-
Modell-Prüfung an gemessenen äquivalenten Galaxienwinkeln: Die Bilder mit dem alten (links) und neuen
(rechts) WPT-Messvergleich mit äquivalenten Galaxienwinkeln favorisieren das neue DH:

In die Ermittlung der äquivalenten Galaxienwinkel geht die Galaxienhelligkeit ein, weswegen sie ausser
für sehr kleine z von DH abhängig sind, während die theoretische Winkelkurve davon nicht
abhängt. Entsprechende Vergleiche mit dem alten WPT-Modell und weiteren Modellen hatte ich schon 2013 in
Anlehnung an eine Arbeit von López-Corredoira gemacht; siehe dazu die Abschnitte 6.5 und 6.6 in Weltpotentialtheorie Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell. Schon
das alte WPT-Modell erwies sich damals als das beste aller betrachteten Modelle, während man mit ΛCDM
die beobachteten äquivalenten Galaxienwinkel noch nicht einmal näherungsweise erhält, wie folgendes Bild zeigt:

Besonders zu beachten ist, dass es beim Mess-Theorievergleich mit gemessenen Galaxienwinkeln keinen freien
Parameter gibt wie beim Mess-Theorievergleich von Standardkerzen, deren absolute Helligkeit modellunabhängig
nicht bzw. nur ungefähr bekannt ist, während die wahre Grösse genügend naher Galaxien mit z kleiner etwa 0.1
klassisch, also modellunabhängig und bis auf Messfehler exakt bestimmt werden kann.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die WPT mit dem von der Theorie geforderten neuen
DH sowohl zu den wohl besten heute verfügbaren Supernova-Daten wie zu den schon vor etwa 10 Jahren
ermittelten äquivalenten Galxienwinkeln sehr gut passt, während die alte WPT-Version schlechter zu den
Supernovadaten mit z grösser etwa 1.5 passt. Bei den Galaxienwinkeln ist das schlechtere Abschneiden der alten
Version weniger deutlich, ausser man geht davon aus, dass es zwischen z etwa 3 bis z = 0 im statistischen
Mittel keine Grössenänderung der Galaxien gibt, was auf einen recht lokalen Massen-Energie-Kreislauf hindeutet,
den es in einer statischen Kosmologie zwingend geben muss; die bisher gefundenen mutmasslichen Teile eines
solchen Kreislaufes gewisse Supernovaexplosionen mit Elementeverdampfungen, die den Vorläuferstern
vollständig zerstören sind tatsächlich äusserst lokale Ereignisse.
Neu erstellt am 25. Jan. 2021 und letztmals bearbeitet am 27. September 2021
Aktueller Stand
bis etwa 2021
Die Weltpotentialtheorie basierte von Anfang an auf einer völlig neuen kosmischen Gravitationstheorie und hatte
auch auf lokalen Skalen eine neue Interpretation ins Spiel gebracht. Bei diesen grundsätzlichen Fragen bin ich
seit etwa Ende 2012 schrittchenweise weitergekommen und meine nun (Herbst 2015), kosmische und lokale Gravitation
auf ein tragfähiges, gemeinsames Konzept, die Neuklassische Gravitation (NKG), zurückführen zu können.
Implizit war fast alles auch schon bisher irgendwo in der WPT zu finden gewesen, auch wenn die Bedeutung der
Rindlermetrik bei der Begründung der Theorie noch überschätzt wurde. Jetzt habe ich die schon alte Arbeit
„Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie“ leicht überarbeitet und einen
neuen Anhang F mit einem NKG-Überblick hinzugefügt, der auch für sich allein verständlich sein sollte, mindestens
wenn man die WPT schon ein bisschen kennt; man findet diesen Anhang ab Seite 34 in der
neuen Version der genannten Arbeit, und hier geben wir einen kurzen NKG-Überblick in Prosa, der allerdings
auch einige Kenntnisse über die heutige Standard- bzw. ART-Gravitationstheorie und Kosmologie voraussetzt:
Statik und Quasistatik
Da die Neuklassische Gravitation eine Konkurrenztheorie zur metrischen ART ist und die NKG den ART-Metriken
entsprechende Schein- oder Rechenmetriken kennt, stellen wir die wichtigsten statischen und quasistatischen
Metriken, die bis auf Gravitationswellen alle mehr oder weniger präzisen und direkt überprüfbaren
Gravitationserscheinungen abdecken, einander gegenüber:
ART-NKG-Gegenüberstellung
| ART |
NKG |
Anwendungen |
ART-NKG-Unterschiede |
| Friedmannmetrik |
Konforme WPT-Metrik |
Kosmologie |
Siehe ΛCDM-WPT-Vergleich |
| Schwarzschildmetrik |
(NKG-)Schwarzschildmetrik |
Zentralsymmetrische Himmelsmechanik ohne MOND-Zone |
Noch keine nachweisbar |
| Kerrmetrik |
Karussellmetrik |
Thirring-Lense-Effekt |
Noch keine nachweisbar |
In der ART werden die Metriken aus den Feldgleichungen unter Benützung der angenommenen Symmetrien hergeleitet
und in der NKG aus Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907, aus dem SRT-Formalismus, den klassischen
Poissonpotentialen und dem Weltpotential, der Magnetmomentanalogie und einer neuen Längendefinition in
Schwerefeldern, die auf Potentialdifferenzen der überall vorhandenen Schwerefelder zurückgeführt wird. Weil
diese nicht direkt gemessen werden können, muss man Distanzen aber nach wie vor wie in der SRT
mit Lichtlaufzeiten messen, genau wie das auch die Natur tut, da alle makroskopischen Objekte letztlich auf
die Elektrodynamik zurückgeführt werden können, z.B. auch reale „Starrstäbe“. Das führt aber zu
Fehlern bei den Längenmessungen, weil Lichtstrahlen von Schwerefeldern beeinflusst werden, und diese
„Fehler“ täuschen dann einen gekrümmten Raum vor. D.h. aber, dass in der NKG die Allgemeingültigkeit
des SRT-Formalismus „nur“ auf der Messmethode von Zeit- und Längenmessungen, die auf der
Elektrodynamik fussen, aber nicht auf einer Neudefinition des Raumzeitbegriffes, gar einer Union von Raum und
Zeit beruht, wie vor allem Minkowski dachte und wie sie Poincaré formal erstmals eingeführt hatte. Darum gibt
es im Rahmen der NKG auf den ersten Blick keinen zwingenden Grund den SRT-Formalismus auf die Gravitation
auszudehnen, insbesondere könnte man meinen, dass die Gravitationswellengeschwindigkeit cg nicht
unbedingt der Lichtgeschwindigkeit c zu entsprechen brauche. Denkt man aber daran, dass im Rahmen meiner vor
bald 20 Jahren angedachten Spurentheorie, einer unüblichen SRT-Interpretation, weder Lichtstrahlen noch
schnelle Teilchen (z.B. Myonen) aus ganz grundsätzlichen Gründen direkt gemessen werden können, sondern nur
ihre Spuren (z.B. angeregte Atome) im Messsystem und die Grenzgeschwindigkeit c nur für diese Spuren gilt,
dann ist es fast zwingend, dass für die von Gravitationswellen ausgelösten Spuren cg = c gilt; eine
kleinere Geschwindigkeit steht aus vielerlei Gründen bei der Gravitation ohnehin nicht zur Debatte, und eine
grössere Geschwindigkeit verbietet der in der WPT-Kosmologie so erfolgreich benutzte SRT-Formalismus. Nun noch
etwas mehr zu obigen drei Fällen:
Die absolut definierte (ΛCDM-)Friedmannmetrik beschreibt ein expandierendes All und braucht dafür
mindestens 6 freie Parameter und teilweise sogar Parameterfunktionen. Statt der Friedmannmetrik kann man in
der ART auch eine zur Friedmannmetrik äquivalente absolut definierte, konforme Metrik verwenden, die alternde
Weltmodelle mit irgendwelchen zeitlich variablen Naturkonstanten nahelegt; besonders beliebt ist immer wieder
eine variable Lichtgeschwindigkeit, aber eine Vereinfachung bzw. Verringerung der freien Parameter haben solche
Modelle bisher nicht gebracht (siehe Abschnitt 4.1 in der Arbeit Weltpotentialtheorie).
Ganz anders die stabil statische WPT-Kosmologie mit der „nur“ (testmassen-)relativ definierten,
konformen WPT-Metrik: Sie braucht nur einen einzigen, nur leicht freien Parameter, die mittlere Dichte des
Weltalls, und beschreibt die Beobachtungen bis auf die Kräuselungen der Hintergrundstrahlung (HS) auf
Mikrokelvinskalen gesamthaft gesehen trotzdem weit besser als die Standardkosmologie (siehe den
plakativen ΛCDM-WPT-Vergleich). Bei angenommener Richtigkeit der
einparametrigen WPT ist es auch kein Wunder, dass man mit ΛCDM die HS-Anisotropien recht gut beschreiben
kann, weil es dafür in ΛCDM die nach WPT überzähligen Dichteparameter für DM und DE gibt, während drei
der übrigen ΛCDM-Parameter (kosmische „Saitenlänge“, Schwankungsamplitude und Spektralindex)
physikalisch naheliegende Parameter für die approximative Beschreibung ziemlich beliebiger Kräuselungen sind,
und die optische Streutiefe ist bezüglich der HS nicht nur in Urknall-, sondern auch in Müdlichtmodellen zu
beachten, wo die HS rotverschobenes und nachthermalisiertes Galaxiensternenlicht ist.
Schwarzschild- und NKG-Schwarzschildmetrik sind formal fast identisch, aber in die NKG-Schwarzschildmetrik
gehen nur Potentialdifferenzen und nicht die Potentiale selbst ein wie bei der (ART-)Schwarzschildmetrik (siehe
Anhang C.3 meiner „WPT/NKG-Arbeit“). Das führt z.B. zu einer ganz leicht
unterschiedlichen gravitativen Frequenzverschiebung in zentralsymmetrischen Schwerefeldern, was trotz der
Kleinheit des Unterschiedes mindestens grundsätzlich irgendwann überprüfbar werden sollte.
Die Karussellmetrik besitzt kein klassisches Vorbild wie die Schwarzschildmetrik mit dem klassischen
Massenpunktfeld, von dem man ausgehen kann, aber immerhin die Analogie des magnetischen Momentes einer
rotierenden Ladungsverteilung; mehr findet man dazu im Anhang F.6 meiner „
WPT/NKG-Arbeit“.
Die MONDsche Galaxiendynamik ist einerseits ein Glanzstück von NKG und WPT und andererseits noch ein
theoretischer Schwachpunkt:
- Bei lokalen Schwerebeschleunigungen kleiner etwa Hc beginnt die kosmische Bremsbeschleunigung Hc wichtig
zu werden und schliesslich zu dominieren. Weil sie sich im Sinne von Faradays Feldlinienkonzept an den lokalen
newtonschen Feldlinien ausrichtet und sie verstärkt, kann sie DM vortäuschen und erklärt so mit ein bisschen
Heuristik die beobachtete MONDsche Galaxiendynamik (flache Rotationskurven und Tully-Fisher samt MONDscher
Massendiskrepanzbeziehung) ohne DM; mehr zu MOND findet man im Abschnitt 6.8 der Arbeit
Weltpotentialtheorie.
- Die MONDsche Galaxiendynamik müsste theoretisch aus einer Überlagerung der Weltbremsbeschleunigung mit
den lokalen Feldern folgen, in zentralsymmetrischen Fällen also aus einer Überlagerung der WPT-Metrik mit
der NKG-Schwarzschildmetrik, was aber in der NKG viel schwieriger ist als in der ART und bei Newton, weil
das Weltpotential kein klassisches, konservatives Potential ist wie ein Poissonpotential.
Der grösste Erfolg der WPT ist aber vermutlich die Erklärung der mehr oder weniger sicher nachgewiesenen
beschleunigten Expansion des Alls im Rahmen der Standardkosmologie als Trugbild „müden“ Lichts im
Sinne von Einsteins originalem Äquivalenzprinzip von 1907. Die WPT kann darum bei bekanntem H
die etwa richtige Grösse von Λ angeben, die man im Rahmen von Supernovadatenauswertungen mit der
Standardkosmologie bei angenommener Richtigkeit der WPT erhalten muss!
Aber auch H kann bis auf ein bis zwei Grössenordnungen korrekt aus der mittleren Dichte des bekannten Alls
berechnet werden, weil H in der WPT kein Mass für die Expansionsgeschwindigkeit, sondern für die (scheinbare)
Expansionsbeschleunigung bzw. (wahre) Weltbremsbeschleunigung Hc ist.
Dynamik
Bis hierher ging es nur um statische oder quasistatische Schwerefelder. D.h. eine von der Lichtgeschwindigkeit
c verschiedene Gravitationsgeschwindigkeit cg würde sich in allen bisher betrachteten Fällen nicht
ohne weiteres zu erkennen geben. Das ist erst bei den bei Binärpulsaren indirekt nachgewiesenen
Gravitationswellen anders, denn in sie geht cg ganz direkt ein. Im Rahmen der ersten Version der
NKG hielt ich es allerdings fälschlicherweise für einen sehr unwahrscheinlichen, erklärungsbedürftigen Zufall,
wenn cg = c sein sollte; ich erwartete damals eher, dass cg > c sei oder dass man gar
mit Newton in guter Näherung cg = ∞ setzen dürfe, was auch den bisherigen Misserfolg beim
versuchten direkten Nachweis von Gravitationswellen erklären würde, z.B. den (mindestens noch) nicht gefundenen
Gravitationswellenhintergrund mit Pulsarzeitmessungen, den man von sich umkreisenden superschweren
Galaxienkernen erwartet. Erst LIGO löste wieder ein Umdenken aus:
Ergänzungen nach ersten LIGO-Veröffentlichungen:
- Mein Sofortkommentar vom 12. Februar 2016: Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Frühling, aber alles,
was bisher bekannt wurde, deutet auf ein echtes Gravitationswellensignal hin. Aufgrund der vorliegenden
Informationen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich cg = c als richtig herausstellen wird,
was aber kein grundsätzliches Problem für die NKG ist; cg erhält man, sobald man
Gravitationswellensignale misst, die man elektromagnetisch detektierten Ereignissen z.B. Supernovae
zuordnen kann.
- Am Ende meines Vortrags über die Kernpunkte der WPT an der DPG-Frühjahrstagung
2016 in Hamburg am „
Kosmologienachmittag“ des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie wagte ich (nur
mündlich) eine wohl nicht ganz uninteressante Prognose:
In der NKG erwarte
ich bei Gravitationswellen in Schwerefeldern keine Zeitverzögerung wie bei Licht, weil Gravitationswellen so
wenig mit Schwerefeldern wechselwirken werden wie Licht mit elektromagnetischen Feldern.
Wenn das richtig ist, wird man auf elektromagnetische Signale vom LIGO-Binärkollaps noch über 50 Millionen
Jahre warten müssen.
Neu daran ist, dass ich seit etwa ein bis zwei Tagen nach den LIGO-Veröffentlichungen zu wissen meine, warum
im schwerefeldfreien SRT-Raum sehr wahrscheinlich cg = c sein muss. Mehr dazu findet man ganz am
Schluss im Anhang F.7.3 „Zur Gravitationswellenfrage nach dem LIGO-Ereignis Teil I“ in der neuesten
Version der Arbeit „Kosmische Gravitation oder Gravitation unter Zentral- und
Allsymmetrie“, auf die ich hier schon weiter oben verwies.
Nachtrag vom 20. Mai 2016:
Inzwischen halte ich die oben gemachte Prognose für falsch, weil sich Gravitationswellen aufgrund des für die
WPT und damit auch die NKG zentralen Äquivalenzprinzips zwischen Energie und träger Masse in
Schwerefeldern gleich verhalten sollten wie Lichtwellen (siehe auch Anhang F.7.4 in der „
WPT/NKG-Arbeit“). Ich ziehe deswegen nun aber ein modifiziertes Äquivalenzprinzip zwischen
Energie und träger Masse in Betracht: Neu soll nur noch lokalisierbaren Energiedichten träge Masse zukommen,
also zwar Gravitationswellen, aber nicht gravitativer Bindungsenergie, was es der NKG weiterhin erlauben
sollte, das fundamentale Nichtlinearitätsproblem der ART zu vermeiden.
Zur Art der NKG-Gravitationswellen
NKG-Gravitationswellen sind sehr wahrscheinlich Vektor- und nicht Tensorwellen, also Spin 1- und nicht
Spin 2-Wellen wie in der ART, da ich bisher keinen Grund sehen kann, warum sich Gravitationswellen von
Lichtwellen in der NKG diesbezüglich unterscheiden sollten, da die ART-Feldgleichungen in der NKG ja
abgelehnt werden; Vektorgravitationswellen wurden schon 1893 von Heaviside vorhergesagt.
Diese Frage wird sich wohl schon sehr bald klären lassen, insbesondere seit es Gerüchte gibt, dass mindestens
ein Gravitationswellensignal mit optischer Identifizierung gemessen worden sei, was die genaue Richtung des
Gravitationswellensignals ergibt. Weil es Gravitationswellenrichtungen relativ zum Interferometerempfänger
gibt, für die ein Empfänger blind ist und diese Richtungen für Vektor- und Tensorwellen deutlich verschieden
sind, kann man so auf einfache Weise feststellen, ob man es mit einer Vektor- oder Tensorwelle zu tun hat.
Nachtrag vom 28. Sept. 2017:
In der Arbeit der LIGO-VIRGO-Kooperationen vom 27. Sept. 2017
wird überzeugend dargelegt, dass die detektierten Gravitationswellen Tensorwellen sind, was meine NKG mindestens
dann widerlegte, wenn die NKG wirklich und zwingend Vektorwellen vorhersagte. Allerdings war ich da sicher
insofern voreilig, als es für eine solche Prognose natürlich nicht genügt, bisher keinen Grund zu sehen, warum
sich Gravitationswellen in dieser Hinsicht von Lichtwellen unterscheiden sollten, wie ich das hier oben tat.
Seit zwei Jahren gibt es sogar einen starken Hinweis, der mir aber erst jetzt wieder richtig bewusst wurde, dass
meine alten Überlegungen zur Art der Gravitationswellen in der NKG tatsächlich falsch sein könnten, weil nämlich
die NKG-Schwarzschildmetrik besser mit der ART-Schwarzschildmetrik übereinstimmt als die zentralsymmetrische Metrik
der bekannten gravomagnetischen ART-Näherung, die auf Vektorgravitationswellen führt, was sich nun als falsch
herausgestellt hat; lange Zeit hatte ich fälschlicherweise gedacht, dass die Gravomagnetik die Gravitation
vielleicht besser beschreiben könnte als die ART.
Weiter weise ich darauf hin, dass diese Fragen nur die NKG, aber nicht die WPT betreffen, auch wenn die WPT ohne
NKG nicht als fundamentale, universelle Theorie angesehen werden kann.
Nachtrag vom 29. Mai 2021:
Die LIGO-VIRGO-Polarisationsmessungen widerlegen Heavisides gravomagnetischen Schwerewellen nicht, weil diese
primär Quadrupol- bzw. Tensor- und nicht Vektorwellen sind, wie ich damals fälschlicherweise glaubte: Dazu
verweise ich auf „Neues“ oben auf dieser Seite.
Nachtrag vom 17. April 2022:
Einige Zeilen weiter oben schrieb ich, dass ich lange Zeit fälschlicherweise gedacht hätte, dass die
Gravomagnetik die Gravitation vielleicht besser beschreiben könnte als die ART. Das war nicht falsch, sondern
goldrichtig, wie sich jetzt gezeigt hat. Dazu verweise ich auf „Neues“ oben auf
dieser Seite.
Neu erstellt am 10. Dez. 2015 und letztmals bearbeitet am 6. Juni 2021; einige der folgenden
Teile der Seite sind (ver)alt(et) bzw. etwas überholt.
Präsentationen und Vorträge
Mein WPT-Lehrplakat war bisher an fünf Konferenzen zu sehen: an der Herbsttagung
2010 der AG in Bonn, der Frühjahrstagung der DPG 2011 in Karlsruhe, der Herbsttagung 2011 der AG in Heidelberg,
der Forschungskonferenz Das dunkle Universum 2011 in Heidelberg und der SPG-Tagung 2012 an der ETH Hönggerberg, wo ich es zusammen
mit einem neuen WPT-Basis-Plakat vorstellte. An der Frühjahrstagung der DPG 2011
hielt ich einen Vortrag, der WPT-, Kepler/Newton- und ART-Gravitation getrennt
nach lokalen und kosmischen Skalen miteinander vergleicht, und an der Frühjahrstagung der DPG 2016 stellte
ich ausgehend von der Newtonschen (ΛCDM-)Kosmologie in einem Vortrag
die Kernpunkte der WPT vor und zeigte auf einem Plakat, dass die Beobachtungen
besser zur WPT als zu ΛCDM passen.
Die wichtigste all dieser Konferenzen war die Forschungskonferenz in Heidelberg, die sich primär mit Dunkler
Materie (DM) und Energie (DE) befasste, aber auch mit modifizierten Gravitationstheorien, zu denen auch die
WPT gehört:
In der Höhle des Löwen, im dunklen Universum
in Heidelberg
und
der obskure DE-Nobelpreis 2011
Vom 4. bis 7. Oktober 2011 fand in Heidelberg im Rahmen des Forschungsförderprogrammes
TRR33 eine Konferenz über das dunkle Universum statt, an der ich das WPT-Lehrplakat an einer sogenannt
„hochkarätigen“ Forschungskonferenz erstmals ganz offiziell präsentieren durfte, obwohl ich den
Einreichetermin verpasst hatte.
Während dieser Konferenz wurden die Gewinner des Nobelpreises 2011, mit dem die Entdeckung der beschleunigten
Expansion des Universums und der dunklen Energie gewürdigt werden sollte, bekannt gegeben. Am Nachmittag des
Bekanntgabetages hielt Bruno Leibundgut von der ESO, der viele Jahre prominentes Mitglied der einen Supernovagruppe
war, die (über Riess und Schmidt) den Nobelpreis erhalten hatte, einen Vortrag zur Situation der Supernovamessungen;
seine erste Folie zeigte ein brandneues Dankesschreiben von Brian Schmidt, dem frisch gebackenen Nobelpreisträger.
Diesen Vortrag nahm ich dann während der anschliessenden Diskussion zum Anlass, den „DE-Nobelpreis“ mit
Verweis auf mein WPT-Lehrplakat kritisch zu kommentieren:
Während besonders heute männiglich meint, dass die Supernovabeobachtungsdaten
der bisher beste Beweis für eine beschleunigte Expansion des Alls seien, sind sie wohl in Wahrheit der bisher
beste Beweis für ein statisches All mit Lichtermüdung auf der Basis gravitativer Rotverschiebung und
Zeitdilatation, der denkbar besten Basis für eine Lichtermüdungstheorie überhaupt.
Dieser Kommentar blieb bis heute unwiderlegt und unwidersprochen, obwohl ich ihn in Gegenwart der internationalen
„DM- und DE-Prominenz“ gemacht hatte. Schlimmer ist aber: Leibundgut aber sehr wahrscheinlich auch
Riess und Schmidt und damit noch viele andere kannten die Grundidee meiner neuen Kosmologie seit Mitte
Dezember 2005, weswegen Goobar und Leibundgut in einer Arbeit
(Seite 53, Figur 3) vom 7. Februar 2011 bei mit Supernovadatenauswertungen wenig vertrauten Leuten den grob falschen
Eindruck erweckten, dass die Supernovamessdaten mit der WPT-Theoriekurve unverträglich seien, ohne aber die WPT
direkt zu nennen oder zu zitieren; so etwas nenne ich ein Plagiat 2. Art. Noch deutlicher
wurde Ruth Durrer von der Uni Genf in einer
Arbeit vom 29. März 2011 mit der suggestiven Figur 1 auf Seite 5. Da sich Ruth Durrer und Bruno Leibundgut gut
kennen und die Veröffentlichungszeiten untereinander und im Hinblick auf die Nobelpreisvergabe im Herbst gut
abgestimmt zu sein scheinen, ist eine Absprache wahrscheinlich, um den früheren Gruppenkollegen Leibundguts den Weg
zum Nobelpreis frei zu machen, da es für (noch) umstrittene Theorien keine Nobelpreise gibt. Meine fachliche
Stellungnahme zur Goobar/Leibundgut-Arbeit findet man auf Seite 35 meines neuen
WPT-Übersichtsartikels; diese Antwort korrigiert auch den falschen Eindruck, den Ruth Durrer mit ihrer Figur 1
zu erwecken wusste (siehe dazu aber auch Punkt 3 unter „Fragen und Antworten“).
Besonders brisant: Mindestens Ruth Durrer erweckte diesen falschen Eindruck nachweislich wider besseres Wissen!
Erste „offizielle“ Zweifel an DM und DE an einer Tagung
in Neapel Anfang 2017
mit
diskussionsbereiter Basis und (noch?) dogmatischer Nomenklatura
Dies ist vermutlich die erste Konferenz, an der vor allem Vertreter der Standardkosmologie teilnahmen und an der
in Prof. Binneys Tagungsrückblick trotzdem ernsthaft die Frage aufgeworfen wurde,
ob DM (und DE) vielleicht doch nur Illusionen seien. Die Konferenz „Helles und dunkles Universum“ fand vom 29.
Januar bis am 2. Februar 2017 in Neapel statt:
Obwohl ich weder ein Plakat präsentierte, noch einen Vortrag hielt und mich nicht einmal vorgängig anmeldete, denke
ich doch, dass ich meine Anliegen vorbringen konnte und dass sie gehört wurden, nicht zuletzt weil McGaugh mit
seinen überzeugenden Ausführungen die Bereitschaft stark erhöht hatte, neue Physik in Betracht zu ziehen. Nun meine
Hauptargumente:
- Mein sinngemässer Kommentar in der Diskussion nach dem Vortrag „Erweiterte Gravitationstheorien“ von
A. Silvestri: Jedermann vergisst das Hauptproblem: Die MONDsche Galaxiendynamik ist nicht ein Beweis oder Hinweis
für DM, sondern sie falsifiziert mit allergrösster Sicherheit die ART und entzieht damit allen hier betrachteten
Theorien und/oder Modellen die Grundlage.
- Meine Kommentare im Rahmen der allgemeinen Schlussdiskussion am Donnerstagmorgen:
- Ziemlich am Anfang der Diskussion nannte ich drei Punkte für ein stabil statisches Müdlichtuniversum:
- Wenn es eine für Licht konstante, gravitative universelle Bremsbeschleunigung geben sollte, dann erhält man
die kosmische Rotverschiebung und Zeitdehnung als Gravitationseffekt.
- Das widerlegte, altbekannte Steady-State-Modell ist nicht statisch; es expandiert.
- Ein konstant beschleunigt expandierendes, homogen-isotropes Universum entspricht im Sinne von Einsteins
Äquivalenzprinzip ungefähr einem stabil statischen All mit konstanter, gravitativer Bremsbeschleunigung.
- Schliesslich konnte ich noch folgenden Schlusskommentar anbringen (der Diskussionsleiter gab mir nur dank der
Hilfe des Vorredners widerwillig eine Minute, nachdem er mich zuvor bewusst übergangen hatte):
Wie die MONDsche Galaxiendynamik und McGaugh's Ausführungen deutlich zeigen, besitzt das Standardmodell zu viele
freie Parameter. Mein Müdlichtmodell (WPT) kann die wichtigsten Beobachtungen allein mit der Schwerkraft besser
oder ähnlich gut wie ΛCDM erklären und braucht dazu nur einen einzigen leicht freien Parameter: die
mittlere Dichte des Weltalls.
Soweit ich es beurteilen kann, hat mindestens eine starke Mehrheit der Nomenklatura zwar
begriffen, dass die ART sehr wohl falsch sein könnte, aber ein stabil statisches Müdlichtuniversum löst so etwas
wie einen pawlowschen Abwehrreflex aus, der jedes vernünftige Denken blockiert. Das ist bei der Basis, dem
Physikerfussvolk, zwar anders, aber mittels Sprach- und Wahrheitsdiktat über die gleichgeschalteten
Wissenschaftsmedien (arXiv, Elsevier, Springer, ...) und der „Klonisierung“ mittels permanenter
weltweiter Wissenschafterdurchmischung (Bologna, Erasmus, ...) hat die zentral gesteuerte Nomenklatura das
Wissenschafterfussvolk fest im Griff, nicht zuletzt natürlich mittels der sehr effizienten, aber
menschenverachtenden, weltweit eingesetzten Zeitstellenpeitsche. All dies läuft ausgerechnet unter den
euphemistischen Namen der Forschungs- und/oder Pressefreiheit, die es ermöglichen, alle sonst üblichen
Kontrollsysteme auszuhebeln und sich selbst der Gerichtsbarkeit zu entziehen und das Diskriminierungsverbot (z.B.
Diskriminierung aufgrund der Muttersprache oder einer fehlenden Staats/Instituts-Anstellung) mit Füssen zu treten.
DPG-Frühjahrstagung 2019 mit Simplicissimus an der
TU München
Am 19. März 2019 hielt ich einen Kurzvortrag am Ende der Kosmologie-Nachmittagssitzung (siehe hier);
der Leiter (Giulini) und sein Vize des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie (GR) demonstrierten ihr
Desinteresse durch Abwesenheit; man hatte das Feld Ruth Durrer von der Uni Genf überlassen, meiner bekannten
Hauptgegnerin in der Schweiz, die am Morgen den Plenarvortrag ?Testing General Relativity with Cosmological
Observations? gehalten hatte, wo sie lobenswerterweise erstmals klar festhielt bzw. endlich eingestand (siehe dazu
Punkt 3 unter „Fragen und Antworten“), dass DM und DE annahmeunabhängig durch
Beobachtungen nicht belegt, sondern nur „postuliert“ seien. Man erwartete wohl von ihr, dass sie mich ein
für alle Male in die Schranken weise, was sie aber gar nicht erst versuchte. Sie verliess den Hörsaal aber
kommentarlos mit versteinerter Miene sofort nach meinem Vortrag. Die Moderation besorgte ein DPG-Helfer.
Meine Vortragsfolien findet man hier oder als Video hier;
dieser Vortrag enthält den vermutlich bisher leichtest und schnellst verständlichen Zugang zu NKG und WPT, mindestens
für Leute, denen es nicht um Feinheiten und mathematische Strenge geht, sondern primär um die Kernideen und Resultate;
er setzt aber relativ gutes kosmologisches Grundwissen voraus.
Zuerst sah es kurz so aus, als ob niemand eine Frage stellen oder einen Einwand erheben würde, dann meldete sich aber
der DPG-Simplicissimus (Simpl.) nach meiner Erinnerung mit folgender Frage:
Simpl. Kann Ihre Theorie etwas, was die ART nicht kann?
Ich verstand ihn anfänglich nicht ganz, weil ich versuchte etwas Sinnvolles aus seiner Frage herauszulesen, was
man nicht schon weitgehend dem Titel meines Vortrags entnehmen kann, was allenfalls bei lokalen Skalen der Fall sein
könnte. Danach wies ich aber auf die Folie mit den scheinbaren, kosmischen Galaxienwinkeln als Funktion der
Rotverschiebung hin, wo man sofort sieht, dass die Beobachtungsdaten in der WPT weit besser zu den Theoriewerten passen
als in ΛCDM.
Simpl. fragt nach der Beschriftung der Ordinate; die inhaltliche Aussage der Folie interessiert ihn ganz
offensichtlich nicht.
Ich kann die Beschriftung in der Projektion seltsamerweise anders als in den oben anklickbaren
Folien auch nicht lesen, nehme aber (richtigerweise) an, dass es sich um Bogensekunden handle, weise aber
(fälschlicherweise) nicht darauf hin, dass dies in dieser Graphik, wo es ausschliesslich um den Vergleich von Mess-
und Theoriewerten geht, eh völlig irrelevant ist.
Moderator schliesst Sitzung.
Ich spreche Simpl. nun direkt an, worauf ich sehr bald merke, dass er so etwas wie ein inoffizieller DPG-Vertreter ist.
Nun kam es zu einem etwas längeren Disput, an den ich mich aber nur ungefähr und sinngemäss erinnere; ich versuche kurz
zusammenzufassen:
Ich Kennen Sie die Newtonsche Kosmologie?
Simpl. Ja, natürlich; danach spricht er von einer Verbindung von Mikro- und Makrokosmos, die es bei mir
offensichtlich nicht gebe.
Ich Was meinen Sie damit?
Simpl. In der Standardphysik gilt das 1/r2-Gesetz von der Quantenelektrodynamik bis zur Kosmologie,
während es bei Ihnen plötzlich ein divergierendes r-Gesetz für ein Weltpotential gibt.
Ich Bei mir gibt es das 1/r2-Gesetz natürlich auch; das findet man schliesslich schon bei Kepler in
Form eines ?vorweggenommenen? Gaußsatzes; dazu muss man nicht die Teilchenphysik bemühen.
Simpl. Dies Gesetz stammt von Newton, nicht von Kepler, oder können Sie sagen, wo man bei Kepler den Gaußsatz
findet?
Ich Die Seite kann ich jetzt nicht nennen, aber das findet man im Mars-Teil; inzwischen habe ich nachgeschaut:
Man findet es ab Mitte Seite 223 im Kapitel 33 der Caspar-Übersetzung von 1929. Es ist für heutige Leser darum nicht
leicht verständlich, weil Kepler es dort auf eine vermeintlich nötige, vom Sonnenäquator ausgehende
„Tangentialkraft“ auf die Planeten anwendet, weil das moderne (lokale) Trägheitsgesetz zu Lebzeiten Keplers noch
nicht bekannt war und Kepler hierin noch von Aristoteles ausging.
Simpl. beharrt darauf, dass bei mir die Mikrophysik mit dem 1/r2-Gesetz fehle.
Ich Denken Sie doch an die (lokale) NKG-Schwarzschildmetrik.
Simpl. wiederholt seinen Einwand gegen das divergierende r-Gesetz des kosmischen Potentials.
Ich In der Newtonschen Kosmologie gibt es sogar ein divergierendes r2-Potential; Sie haben doch
behauptet, die Newtonsche Kosmologie zu kennen; wollte wegen Inkompetenz meines Gesprächspartners eigentlich schon gehen.
Simpl. Werden Sie nicht persönlich, ich tue das ja auch nicht. Zur Sache: Ein solches Potential braucht man in
der Newtonschen Kosmologie nicht.
Ich weise auf die Lehrbücher von Goenner und Rebhan hin.
Simpl. wird kurz unsicher, lenkt ab und meint nun sinngemäss, dass bei mir die lokale und kosmische Physik
keine gemeinsame Basis wie in der ART hätten.
Ich Gemeinsame Basis ist in der heute vorgestellten Begründung der NKG Einsteins Äquivalenzprinzip von 1907,
das lokal zur NKG-Schwarzschildmetrik und kosmisch zur WPT-Metrik führt; aufgrund des Äquivalenzprinzips gibt es zu
einem kosmischen Modell mit konstant beschleunigter Ausdehnung ein äquivalentes Gravitationsmodell mit konstanter
Schwerebremsbeschleunigung.
Simpl. akzeptiert dieses Argument nicht; er scheint noch nicht einmal Einsteins Äquivalenzprinzip in seiner
einfachsten Form von 1907 zu kennen bzw. zu verstehen, und er fragt nochmals nach, ob mein Modell wirklich statisch
sei; er hat offenbar während des Vortrags nicht zugehört bzw. nichts verstanden.
Ich breche das Gespräch wegen Zwecklosigkeit ab, sage aber noch, er solle seinen Vorgesetzten ausrichten, dass
es eine masslose Unverschämtheit sei, mich für 12 Minuten, die keine Vertiefungen zulassen, für eine derart wichtige,
ja revolutionäre, nicht schon allgemein bekannte Sache hierher kommen zu lassen.
Ich füge jetzt hinzu: Die Repression in den Wissenschaften ist heute schon weit schlimmer als zu Zeiten Keplers und
Galileis (bez. DPG siehe auch Punkt 4 unter „Fragen und Antworten“), und sogar Galileis
Simplicio ist auferstanden.
Überblick
Für Fachkundige gibt es einen kurzen Übersichtsvortrag zu WPT und NKG als
Video.
Eine ausführliche, jeweils (fast) aktuelle Einführung in die WPT findet man im Aufsatz
Weltpotentialtheorie
Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell
Eine erste kurze Einführung in die Thematik findet man in der
Grundsatzkritik an der Standardkosmologie
Sie setzt aber Grundkenntnisse der Materie voraus.
Die klassische Gravitation ist sowohl nach Newton wie nach Einstein eine lokale Theorie, die für eine
unendlich ausgedehnte Welt keine wohl definierten Aussagen ohne Zusatzannahmen über die Art der Unendlichkeit
des Kosmos machen kann. Eine wichtige, oft wohl unausgesprochen für richtig angesehene Annahme besagt, dass
eine isotrope, unendlich mächtige und ausgedehnte Massenschale, die jeden endlichen, prinzipiell wenigstens
beobachtbaren, um den Beobachter zentrierten Teil des Alls hypothetisch umschliesst, kein Schwerefeld in ihrem
Innern erzeugt; für endliche (und potential unendliche), isotrope Massenschalen gilt dies in Strenge für Newton
und die ART (Birkhofftheorem). D.h. aber, dass die bekannten Schwerefelder wenigstens bei einer im ganz
Grossen isotropen Welt nach Newton und ART nur von den lokalen Massen- und Energieverteilungen abhängen.
Das einstein/machsche Prinzip (siehe z.B.
Wikipedia) besagt allerdings, dass die nach Newton letztlich nur axiomatisch postulierte Trägheit sozusagen
durch die Gesamtheit aller Massen also auch der unendlich fernen Massen induziert wird, was aber
bekanntlich auch bei der ART nicht stimmt, wenn man z.B. ans Gödel-Universum denkt.
Das mach/newtonsche Prinzip nenne ich ein etwas abgewandeltes einstein/machsches Prinzip, demgemäss nur obige
unendliche Massenschale für die Trägheit verantwortlich ist, dass aber endliche Massenverteilungen
diesbezüglich in Strenge vernachlässigt werden dürfen. Der Vorteil: Eine aktual unendliche Massenschale kann
anders als eine endliche Newtons absoluten Raumbegriff physikalisch begründen, mindestens plausibel machen.
Etwas weiter gedacht: Auf genügend grossen Skalen bzw. aus genügend grossem Abstand betrachtet wie in der
Kosmologie sollte es danach nur noch auf die aktual unendliche Massenschale ankommen, aber nicht mehr auf die
im Allgemeinen anisotropen und inhomogenen, endlichen, lokalen Energie/Massen-Verteilungen. D.h. in der Kosmologie
sollte der Einfluss einer aktual unendlich angenommenen Massenschale mit Dichte ρ rein und völlig unverfälscht
in Erscheinung treten, während er lokal und „grosslokal“ nur zu mehr oder weniger grossen Korrekturen der
klassischen Himmelsmechanik führen sollte, die für ρ gegen 0 verschwinden:
Der Kern der modifizierten, kosmischen Gravitation: In einem ideal homogen/isotropen, aktual unendlich
ausgedehnten All einer aktual unendlichen Massenschale ohne Hohlraum tritt nach WPT die bekannte lokale
Kepler/Newton-Gravitation als dissipative Weltbeschleunigung in Erscheinung, die Testkörper bremst. Auf Licht wirkt
diese Bremskraft konstant, da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum lokal konstant=c ist. Als Quelle dieser kosmischen
Gravitation kann man obige aktual unendliche, isotrope Massenschale ansehen, die den endlichen Teil
des Alls umschliesst, der mindestens im Prinzip beobachtet werden kann. Darum haben die lokalen Massen in einem
endlichen Umkreis um den Beobachter keinen direkten Einfluss auf die Weltbeschleunigung, sondern nur einen indirekten,
indem sie stark vereinfachend gesagt die Weltbeschleunigung an den lokal bedingten Schwerefeldlinien
ausrichten können, falls diese dazu stark genug sind, was die Galaxiendynamik „MOND-artig“ macht. Die für
Licht im Vakuum konstante Welt(brems)beschleunigung Hc in einem allsymmetrisch angenommenen All (Allsymmetrie meint
maximale Symmetrie) ist die Basis der WPT-Kosmologie (mehr in Kosmische Gravitation):
Der Kern der stabil statischen WPT-Kosmologie: Die Hubble-Expansion der Urknalltheorien ist eine reale,
beschleunigte Expansion, während man in der WPT im Sinne eines Rechentricks nur so tut bzw. tun darf,
als ob man sich vom Lichtsender konstant beschleunigt entfernte, während in Wahrheit das Licht auf dem Wege zu uns
mit obiger, konstanter, gravitativer Weltbeschleunigung gebremst wird; dieser Rechentrick ist durch das originale
Äquivalenzprinzip von 1907 gerechtfertigt, bekannter als Einsteins Fahrstuhl- oder Äquivalenzraketen-Gedankenexperiment
(siehe erstes Bild im Wikipedia-Artikel
dazu). Das alles ist eine moderne Version des Weltmodellstreites Aristoteles/Ptolemäus gegen Aristarch/Kopernikus
(siehe Rotverschiebung in der WPT und WPT-Lehrplakat):
Nicht das Weltall expandiert beschleunigt, sondern Licht wird im All gravitativ
„gebremst“ bzw. „müde“.
Deswegen kann man die seit 1998 beobachtete beschleunigte Expansion als den bisher stärksten und praktisch
ganz direkten Beleg für die WPT-Kosmologie ansehen, denn bei Richtigkeit der WPT muss man bei Auswertungen der
Supernovae-Daten mittels der (heute euklidisch angenommenen) Standardkosmologie eine solche beschleunigte
Expansion zwingend finden, obwohl sie aus Standardsicht physikalisch völlig unverständlich ist. Die Einführung
der dunklen Energie (DE) hat dem Un- bzw. Missverstehen nur einen Namen gegeben und die Beobachtungsdaten auch
in der Urknalltheorie wenigstens „fitbar“ gemacht; das ist aber definitiv keine Wissenschaft mehr!
Das ist aber noch nicht alles:
Die Grösse der Hubble-Konstante H kann die WPT auf die mittlere Dichte ρ des Alls zurückführen, die
allerdings ganz prinzipiell nicht direkt gemessen werden kann. Aus physikalischer Plausibilität darf man aber
erwarten/hoffen, dass die Dichte ρ0, die man auf den grössten noch messtechnisch erfassbaren
Skalen erhält, grössenordnungsmässig etwa mit ρ übereinstimmen wird; es gilt dann H2 = (8 pi/3) G
ρ ~ (8 pi/3) G ρ0, wenn G die Gravitationskonstante ist (mehr in Kosmologie
ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 5.6). H gibt in der WPT eben nicht die Hubblegeschwindigkeit Hr an,
die in einer statischen Kosmologie null ist, sondern die Weltbremsbeschleunigung für Licht Hc, die das Licht auf
seinen kosmischen Wegen rötet bzw. ermüdet, was eine beschleunigte Expansion des Alls vortäuscht, die die
Standardkosmologie zwingt eine hypothetische dunkle Energie einzuführen:
Die Grösse der kosmologischen Konstante Λ bzw. der dunklen Energie, dieses Artefaktes der
Urknallkosmologie, muss sich in der Standardkosmologie bei Richtigkeit der WPT als Λ ~
(3/c2) H2 ergeben, während die Abschätzung von Λ mit den üblichen
Vakuumenergieüberlegungen je nach Autoren bzw. Modellen den „gemessenen“ Wert um etwa
60 bis 120 Grössenordnungen verfehlt. Für H können die Friedmannmodelle ganz prinzipiell überhaupt keinen Wert
angeben, noch nicht einmal für das Vorzeichen! Damit dient letztlich auch die (Friedmann-)Raumzeit wie
schon die Dunkelmaterie (DM) primär nur als Lieferant freier Parameter, um die Standardkosmologie mit
den Beobachtungsdaten in Übereinstimmung bringen zu können; ganz anders in der WPT:
Die WPT-Raumzeit entspricht einer SRT-Version von Newtons absoluter Raum-Zeit, die ein inertiales
Poincaré/Minkowski-Ruhesystem auszeichnet, das zur Hintergrundstrahlung und zu den fernen Galaxien und
Quasaren in Ruhe ist. Aber auch physikalisch ist auf genügend grossen Skalen Ruhe vor Bewegung durch eine
gravitative Weltbremsbeschleunigung ausgezeichnet, die einerseits zu einem stabil statischen All führt und
andererseits die kosmische Rotverschiebung samt gravitativer Zeitdilatation verursacht (mehr in Rotverschiebung in der WPT und in Kosmische Gravitation). Die
WPT kann aber noch mehr:
Die „MOND-artige“ Galaxiendynamik mit den flachen Rotationskurven im Aussenbereich konnte bisher
nur phänomenologisch, aber nicht physikalisch erklärt werden. Die WPT kann aber sofort schon ohne jede
eigentliche Rechnung die korrekte Grössenordnung von Milgroms universeller „MOND-Konstante“
a0 angeben: Bei Schwerebeschleunigungen kleiner etwa a0~Hc muss es nämlich in der WPT
z.B. in der Galaxiendynamik zwingend zu Abweichungen von Kepler/Newton kommen, woraus man dann durch einen
physikalisch plausiblen Einbezug der Weltbremsbeschleunigung in die Himmelsmechanik leider nicht ganz
„heuristikfrei“ auch die „restliche“ MOND-Artigkeit der Galaxiendynamik (flache
Rotationskurven und Tully/Fisher) erhält (mehr in Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie,
Abschnitt 5, speziell 5.3).
Die Hintergrundstrahlung ist in der WPT primär rotverschobenes und nachthermalisiertes Sternenlicht, denn
in einem statischen All gibt es für eine Schwarzkörperthermalisierung immer genug Zeit und die mittlere freie
Weglänge ist gemessen an den lokalen Strukturen genügend gross, so dass diese Strukturen sehr gut
„ausgemittelt“ werden, was zu einer grossen Homogenität der Hintergrundstrahlung führen muss. Die
verbleibenden Inhomogenitäten sollten nach WPT mit den primär für die Thermalisierung verantwortlichen
Materieverteilungen im All korreliert sein, wobei die bereits bekannten „Vordergrundeffekte“, wie der
Sunjajew-Seldowitsch-Effekt, natürlich
weiterhin zu beachten sind. Zu beachten ist auch, dass ein Planckspektrum in der WPT wie in den Expansionstheorien
aber anders als in den herkömmlichen Lichtermüdungstheorien für alle Zeiten ein solches bleibt (siehe
auch Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie, Abschnitt 4). Aber auch das ist noch nicht
alles:
Die theoretische Helligkeits/Rotverschiebungs-Beziehung der WPT kann die bisher vorliegenden
Supernovae Ia-Beobachtungsdaten korrekt beschreiben (siehe Kosmologie ohne Urknall und Dunkle
Materie, Abschnitt 2), obwohl sie nur von der mittleren Dichte ρ des Alls abhängt, die zwar nicht direkt
messbar ist, aber aus H bestimmt mit obiger „grosslokaler“ Dichte ρ0 auf
ein bis zwei Grössenordnungen übereinstimmt.
Solch präzise Aussagen ohne echt freie Parameter übersteigen die Möglichkeiten der
Standardkosmologie und aller mir bekannten Alternativen, aber auch der Standard-Himmelsmechanik auf galaktischen
und grösseren Skalen bei weitem.
Die WPT muss aus Konsistenzgründen allerdings noch einige Zusatzannahmen machen (siehe dazu auch Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie, Abschnitt 6), die nicht den Kern der Theorie
betreffen:
-
„Überdichte“ Massen: In einem statischen All kann es keine echten schwarzen Löcher geben, weil diese
dann alles bis auf den
Hawking-Effekt schon längst verschlungen hätten. Das ist nicht im Widerspruch zu den Beobachtungen, da man
„überdichte“ Massen mit einem Radius, der „genügend“ wenig über dem Schwarzschildradius liegt,
bisher nicht von „echten“ schwarzen Löchern unterscheiden kann; ob deshalb die ART in der Nähe von
Singularitäten aufgegeben werden muss wie schon bei sehr kleinen Feldstärken oder ob sie diesbezüglich
„nur“ noch nicht ausreichend gut verstanden ist, kann noch offen bleiben: Schon Berechnungen mit der
„richtigeren“ Kerrmetrik an Stelle der einfachen Schwarzschildmetrik sind eine hochkomplexe Sache.
-
Ein Massen/Elemente-Kreislauf ist in einem statischen All zwingend erforderlich.
-
Urknällchen statt Urknall: Etwas spekulativ aber weit weniger spekulativ als Inflation, DM und DE
könnten die Materiestrahlen aus aktiven Galaxienkernen ein wesentlicher Teil eines Massen/Elemente-Kreislaufes
sein, indem sie aufbereitete Materie, wie man sie von der primordialen bzw. Urkernsynthese der Standardkosmologie her kennt,
über kosmisch grosse Distanzen (bis Mpc) verspritzen. Die Aufbereitung oder Urkern(neu)synthese „alter“,
metallreicher Materie könnte z.B. zugegeben noch recht spekulativ beim Absturz von (alter)
Akkretionsscheibenmaterie auf die Oberfläche von „überdichten“ Galaxienkernen in vielen „Urknällchen“
stattfinden, aus denen dann einzelne, in genügender Anzahl einen Strahl bildende Spritzer aufbereiteter Materie
herausschiessen.
Aufsätze
- Weltpotentialtheorie
Die neue kosmische Gravitation mit statischem Allmodell,
Peter Wolff, 30. Juli 2016
Dieser Aufsatz gibt eine ausführliche Einführung in die WPT, die laufend dem neuesten Stand angepasst wird.
Um den Zugang zur WPT zu erleichtern, geht er von der Newtonschen Kosmologie in der Darstellung von Heckmann
aus, mit der sich die Friedmanngleichungen viel einfacher als mit der ART herleiten lassen; auch ist dieser
Zugang zur Friedmannkosmologie physikalisch viel verständlicher und instruktiver als der Zugang über die ART
und weist so den Weg zur WPT.
Ursprünglich handelte es sich um eine Ausarbeitung und Erweiterung der Erläuterungen
„Kosmologie ohne Urknall und dunkle Kräfte“ zu einem Lehrplakat vom 4. Nov.
2011 bzw. 14. Sept. 2010.
Eine vertiefte und erweiterte Version vom 10. Juni 2012 hatte ich am 6. März 2012
mit neuem Titel bei den Annalen der Physik eingereicht; den auf das Wesentliche gekürzten Briefwechsel mit
den Annalen samt kurzem Kommentar findet man in „Die WPT und die Annalen der
Physik“ (21. Mai 2012). Der damalige Chefredaktor Fuchs der Annalen war offensichtlich völlig überfordert.
Eine wesentliche, weitere Vertiefung erfolgte etwa ein Jahr später mit zwei neuen Kapiteln zur theoretischen
und beobachteten Winkel-Rotverschiebungsbeziehung von (rechnerisch ermittelten) Standardgalaxienscheiben.
Zum ΛCDM- und WPT-Vergleich mit den wichtigsten Beobachtungen gibt es einen
plakativen Überblick.
- Kosmische Gravitation
oder
Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie,
Peter Wolff, 6. Version, 20. Juni 2016 (Vorläuferversionen gab es am 4. Mai 2011, 11. Juli 2009, 13. Nov.
2008, Sommer 2008 und im August 2007)
Diese Grundsatzarbeit zeigt, wie sich die bekannte, lokale Gravitation unter Allsymmetrie, wie sie bei
Gültigkeit des Weltpostulats auf kosmischen Skalen gilt, manifestieren muss: nämlich als dissipative
Welt(brems)beschleunigung. In den Anhängen wird dann aus der für Licht konstanten Weltbremsbeschleunigung
Hc mittels Einsteins Äquivalenzrakete die WPT-Kosmologie mit einer (Schein-)Metrik hergeleitet, die den
Vergleich mit der metrisch formulierten Standardkosmologie erleichert. Dieser Artikel widmet sich vor
allem den Kerngedanken der WPT-Kosmologie und ihrer physikalischen Grundlegung. Im neuen Anhang F von Ende
2015 wird die Neuklassische Gravitation (NKG) erstmals vorgestellt. Sie ist eine noch nicht voll
ausgearbeitete Kunkurrenztheorie zur ART und bildet für die neue kosmische Gravitation der WPT und die
lokalen Gravitationserscheinungen eine gemeinsame Grundlage; die kosmische WPT-Gravitation ist mit der ART
nämlich nicht verträglich, während man mittels lokaler Gravitationserscheinungen im Rahmen der heutigen
Messgenauigkeiten ART und NKG (noch) nicht unterscheiden kann.
- Kosmologie ohne Urknall und Dunkle Materie
oder
Weltgravitation: Ursache von müdem Licht und MOND,
Peter Wolff, 9. Feb. 2009 (11. Dez. 2008)
Dies ist ein kurzer Artikel, der den Stand der Weltpotentialtheorie (WPT) von Ende 2008
beschreibt. Um kurz bleiben zu können Artikel in den CR sollten 6 Seiten in der Regel nicht
überschreiten (war schon zu Zeiten von Poincaré so) bezieht er sich teilweise auf die
ausführlichere Grundsatzarbeit „Kosmische Gravitation“ vom 13. Nov. 2008 und die inzwischen etwas
überholte WPT-Hauptarbeit „Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie: “ vom
6. Okt. 2007, die noch weitgehend halbklassisch argumentiert. Die französische Version dieser Arbeit reichte
ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR) ein:
- Cosmologie sans Big Bang ni matière noire
ou
Gravitation cosmique : base de la lumière fatiguée et de MOND,
Peter Wolff, 10 fév. 2009 (11 déc. 2008)
Dies ist die französische Version obiger Arbeit, die ich am 11. Dez. 2008 bei den Comptes rendus (CR)
eingereicht hatte. Vom 15. Dez. 2008 bis am 23. Jan. 2009 wurde sie in der Schweiz vermutlich primär am
(ehemaligen) Astronomieinstitut der Uni Basel begutachtet und dann ausschliesslich mit der Begründung
abgelehnt, dass die Urknalltheorie heute ja durch Beobachtungen belegt sei und eine Lichtermüdungstheorie schon
darum falsch sein müsse. Mehr dazu findet man in „Kosmologie ohne Urknall und Dunkle
Materie und die Comptes rendus Physique“.
Darauf bat ich die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz um Unterstützung beim Zugang zu arXiv, was diese
nach Einholung eines Alibigutachtens ablehnte; mehr findet man in „Kosmologie ohne
Urknall und Dunkle Materie und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz“.
- Weltpotentialtheorie: Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
oder
Das Unendliche und die Schwerkraft,
Peter Wolff, 6. Okt. 2007 (März 2006, April 2005, März 2003)
Dies ist die heute überholte, noch weitgehend halbklassisch argumentierende, frühere Hauptarbeit über die WPT,
die den Stand der WPT bis etwa 2008 wiedergibt. Einige Teile, wie z.B. der Vergleich von Supernovabeobachtungsdaten
mit der Theorie, sind aber bis heute von Interesse, da dort mehr Beispiele explizit vorgeführt werden als in den
neueren Arbeiten. Auch andere, für die Theorie nicht zentral wichtige Teile werden ausführlicher behandelt als in
neueren Aufsätzen.
- Kosmologie ohne Urknall und dunkle Materie
Die Standardtheorie im Vergleich mit der Weltpotentialtheorie
am Beispiel der
Kosmologischen Rotverschiebung,
Peter Wolff, 13. Juli 2006 (31. Dez. 2005)
Diese Arbeit markiert den Durchbruch von einem interessanten und revolutionären Konzept zu einer quantitativ
überprüfbaren Theorie, auch wenn die damaligen Rechnungen noch halbklassischer und
etwas hemdsärmeliger Natur waren, was der Akzeptanz vor allem bei Theoretikern natürlich nicht zuträglich war;
heute ist der Kerngehalt dieser Arbeit in alle meine neueren Arbeiten eingeflossen. Diese Arbeit veranlasste
mich dann beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ein
Forschungsgesuch einzureichen, um die WPT ohne finanzielle Sorgen und Nöte weiterentwickeln zu können oder um
auf diesem Wege wenigstens zu einer seriösen Begutachtung und damit auch zu einer ernsthaften Diskussion der
WPT zu kommen. Was ich seither mit dem SNF erlebte, spottet jeder Beschreibung. Dabei hätte jedermann erkennen
müssen, dass es sich da wenn auch erst in einem „fortgeschrittenen Embryonalzustand“ um
eine Arbeit mit Paradigmawechselpotential handelt, wenn sie sich auch nur einigermassen als richtig herausstellen
sollte. Wenn das kein Grund für nähere Abklärungen, eben für Forschungsförderung ist, dann gibt es keinen!
Antworten auf Fragen und Kritiken zur WPT und zu meiner Person
Die wichtigsten mir bisher bekannt gewordenen Fragen, Einwände/Angriffe und Missverständnisse beantworte ich zuerst;
zuletzt gehe ich noch auf persönliche Angriffe ein:
- Die kosmische Lichtermüdung der WPT ist Folge der gravitativen Rotverschiebung und
Zeitdilatation, die vom lichtstrahlrelativen, für Licht konstanten, kosmischen Schwerefeld der WPT verursacht wird.
Das hat nichts mit den allgemein bekannten Müdlichttheorien zu tun, weswegen auch die altbekannten Argumente gegen
solche Theorien (siehe z.B. Wiki) im Falle der WPT
nicht greifen. In Populärwissenschafterkreisen bekannte Leute, wie Lesch und Gaßner, verstehen das aber nicht, wie
man in einem aufwendig produzierten Video sieht, das seit
Oktober 2015 im Netz ist. Gaßners Kernaussage lautet:
Das [die kosmische Zeitdehnung] ist ein Effekt, den ausnahmslos nur die allgemeine Relativitätstheorie erklären kann
[siehe etwa Minute 36].
Das ist falsch, weil dafür bereits Einsteins originales Äquivalenzprinzip von 1907 und der Formalismus der speziellen
Relativitätstheorie reichen, natürlich zusammen mit der gravitativen kosmischen WPT-Bremsbeschleunigung Hc; immerhin
scheinen selbst Gaßner und seine Auftraggeber den Glauben an die dunkle Energie (DE) zu verlieren, wie man in einem neueren Video sieht, das sie Mitte März 2016 ins Netz
stellten; an der kaum weniger absurden Idee der Dunklen Materie (DM) halten sie aber fest.
Wer das fundamentale, für Licht konstante, immer „bremsende“, kosmische Schwerefeld der WPT, das nicht nur
die kosmische Rotverschiebung, sondern auch die kosmische Zeitdehnung ohne Expansion, DM und DE korrekt erklären
kann, richtig verstehen will, kommt kaum darum herum die folgende Arbeit zu lesen (allen, denen diese Arbeit zu lang
und/oder zu schwierig ist, empfehle ich die Verweise im nächsten Punkt):
Kosmische Gravitation
oder
Gravitation unter Zentral- und Allsymmetrie
- Die (auf Licht) konstante kosmische Weltbremsbeschleunigung:
Manche Leute meinen, das könne es nicht geben, weil in „klassischer Potentialsicht“ Kraft
(und Potential) in einem homogen/isotropen Universum zwingend null (bzw. konstant) sein müssten. Das ist aber nur
für ein endliches oder potential unendliches (Vollkugel-)Modell des Universums richtig; für ein aktual
unendliches Weltall gilt dies nicht. Dazu verweise ich auf die drei ersten Kapitel der Arbeit Weltpotentialtheorie, insbesondere auf die Erklärung der aktualen gegenüber der (nur) potentialen
Unendlichkeit in der Mitte von Seite 4 und das Kapitel 3 „Vom NM-Vollkugel- zum WPT-Horizontkugelmodell“.
Dies sollte man schon mit bescheidenen Vorkenntnissen verstehen können. Hilfreich fürs Verständnis dürfte aber auch
ein Lehrdisput sein, dem eine echte Diskussion in dsp zugrunde liegt.
- Standardmodell-„Beweise“ gegen „alternative“ Theorien scheinen
seit einiger Zeit Hochkonjunktur zu haben. Ich gehe hier nur auf diejenigen von Prof. Bartelmann ein, weil er als
kompetenter Kosmologe bekannt und anerkannt ist und zudem erst 2019 ein gutes Lehrbuch über das Standardmodell
veröffentlichte. Sein Video vom 13. Juni 2021, auf das ich
aber erst mehr als zwei Monate später stiess, entspricht allerdings mehr einer billigen ΛCDM-Werbung als einer
ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema; ein späteres, wenig aufgerufenes Video vom 27. Juli 2021 kann das auch nicht wieder gut machen, vor
allem weil Bartelmann auch in diesem Video so tut, als kennte er gar keine Alternative zur dunklen Energie (DE) und
Newton/ART, die eine Kosmologie ohne Dunkle Materie (DM) ermöglicht; das ist unseriös. Ich fasse die drei Hauptaussagen
Bartelmanns im ersten Video samt meinen Einwänden zusammen:
- Zur DM-Existenz: Dass sich der Kosmos seit der Rekombination bis heute um etwa einen Faktor 1000
ausdehnte, ist (nach Bartelmann) durch Messungen gesichertes Wissen (etwa ab Minute 9). Die Strukturen
(Inhomogenitäten) zur Zeit der Rekombination sieht man in der Hintergrundstrahlung, die auf 10 zu einer Million
(10-5) homogen ist, während unsere heutige (gut sichtbare) kosmische Umgebung etwa 100 mal weniger homogen
ist, als sie nach einer Ausdehnung um (nur) einen Faktor 1000 (seit der Rekombination) sein sollte. Das ist für
Bartelmann das stärkste Argument für Dunkle Materie, denn die (zu) grossen lokalen Strukturen kann man nach ihm bzw.
ΛCDM nur mit riesigen Mengen dunkler, nicht elektromagnetisch wechselwirkender, also grundsätzlich unsichtbarer,
exotischer Materie erklären.
Einwand: Dunkle Materie ist nur ein Muss für Urknalltheorien. In Bartelmanns
Beweisführung für die DM oben wird aber ein Expansionsmodell (implizit und letztlich ohne jeden Beleg!) vorausgesetzt;
die gemessene kosmische Rotverschiebung ist kein Beleg dafür, wie die bisher unwiderlegte WPT zeigt. Zur Problematik
Dunkler Materie schrieb ich schon 2007 einen kleinen Überblick.
- Verriss von Milgroms MOND-Ansatz: Im Wesentlichen handelt es sich um zwei (falsche) Argumente:
- Es ist kein Wunder, dass der MOND-Ansatz die ungefähr konstanten Rotationskurven von Galaxien ohne Dunkle
Materie erklären kann, denn genau dafür wurde er ja gemacht.
Einwand: Doch, es ist ein Wunder, denn es ist keineswegs selbstverständlich,
dass MOND nur einen einzigen zusätzlichen universellen Parameter braucht, um die Rotationskurvenkonstanz zu erklären.
Kein Wunder ist es hingegen, dass man mit fallangepassten Dunkelmaterieverteilungen sowohl die beobachtete Galaxien-
wie Haufendynamik „erklären“ kann.
Nimmt man zur Erklärung der Galaxiendynamik aber die WPT, läuft Bartelmanns Argument vollends ins Leere, da die
WPT ganz im Gegensatz zu MOND von Hause aus ein kosmologisches Modell ist, das ursprünglich dafür gemacht wurde,
die kosmische Rotverschiebung und Zeitdehnung ohne Expansion zu erklären, und es war lange fraglich, ob die WPT
ohne Dunkle Materie auskommt; zur Zeit der „Rohideengeburt“ etwa 1968 gab es die Begriffe dunkle Energie
und Materie noch gar nicht, und die ungefähre Rotationskurvenkonstanz im Aussenbereich von Galaxien war auch noch
unbekannt.
- Schon im Falle von (grossen) Galaxienhaufen, dem ersten „echten“ MOND-Test, muss auch MOND
unsichtbare Materie annehmen, was für einen Ansatz, der antrat, um die Dunkle Materie überflüssig zu machen,
tödlich ist.
Einwand: Die Notwendigkeit dieser Annahme spricht für MOND, denn bei
(gossen) Galaxienhaufen gibt es ganz im Gegensatz zu Galaxien und kleinen Haufen starke Hinweise auf „echte“,
bisher (noch) unsichtbare Materie; auch das Haufengas wurde erst lange nach Zwickys Hinweis auf unsichtbare Materie
im Coma-Haufen gefunden. Besonders beweiskräftig sind die Beobachtungen des berühmten Geschosshaufens, auch wenn
bisher keine Aussage möglich ist, ob es sich dabei um normale oder exotische Materie handelt. Bei Zugrundelegung des
(weiter unten widerlegten) Standardmodelles ist die Wahrscheinlichkeit aber ziemlich gross, dass es sich um die
gesuchte Dunkle Materie handeln könnte, bei Zugrundelegung einer statischen Kosmologie liegt diese Wahrscheinlichkeit
aber nahe bei null, mindestens wenn man schwarze Löcher nicht zur von ΛCDM geforderten DM zählt.
Kurz: Nach heutigem Wissensstand muss jede „gute“ Gravitationstheorie
in Röntgengas-Haufen (noch) unsichtbare Materie „finden“ bzw. annehmen; die Menge wird modell- bzw.
theorieabhängig sein.
- Verallgemeinerung/Modifizierung der (ART-)Kosmologie: Dazu muss man nach Bartelmann bzw. Lovelock weitere
Felder oder gar Dimensionen annehmen, ohne dass man danach (z.B. mit Bekensteins relativistischem MOND-Ansatz) auch
nur schon auf DM in Haufen verzichten könnte.
Einwand: Die Notwendigkeit von DM, DE und Inflation in ΛCDM widerlegt Newton samt
ART. Dagegen kann auch das Verwirrspiel mit der „ART-metrischen“ Lovelock-Gravitation nicht
helfen, da diese zusammen mit Newton/ART auf kosmischen Skalen auch falsifiziert ist, mindestens wenn man derart
absurde Annahmen wie die eben genannten nicht zuliesse. Lässt man aber solche zu, gibt es auch keinen Grund mehr,
Geister und Engel zur Erklärung physikalischer Erscheinungen auszuschliessen.
Bartelmann weiss das alles (mindestens implizit) auch, wie man in einem
Video vom 18.08.2019 sieht, das sehr empfehlenswert ist,
weil es die Probleme der heutigen Schulkosmologie samt „Lösungen“ sehr schön und übersichtlich darstellt,
und zwar ganz unaufgeregt und ganz ohne deus ex machina namens Lovelock, auch wenn er es schon damals dem Hörer
überliess, die Absurdität der ΛCDM-Lösungen selbständig zu erkennen; ob er inzwischen die Meinung geändert
hat oder von der Inquisition „bearbeitet“ wurde, weiss ich nicht.
Abschliessend halte ich fest, dass die WPT, eine gravitative, nicht „ART-metrische“, SRT-relativistische
Müdlichttheorie, eine stabil statische Kosmologie ohne Dunkle Materie ergibt. Bartelmann tut so, als hätte er davon
noch nie etwas gehört, was mit Sicherheit falsch ist.
Nachtrag vom 5. April 2022: In einem Video (abgeholt am 23. März) auf der Seite des Physikalischen Instituts der Universität Heidelberg,
hält Bartelmann klar fest (etwa ab Minute 51), dass das Standardmodell zwar alle Beobachtungen „erklären“
könne, dass dies aber noch lange nicht heisse, dass es auch richtig sein müsse. Da es auf drei Annahmen (ART,
Kugelsymmetrie hier und überall) basiere, müsse man aber eine aufgeben, wenn man das Standardmodell durch ein
anderes ersetzen wolle; allerdings wieder kein Wort, dass es einen solchen (erstaunlich erfolgreichen) Ansatz mit
Aufgabe (und nicht nur Modifikation) der ART schon seit über zehn Jahren gibt.
Ganz neu falls nicht jemand einen ernsthaften Einwand finden sollte ist mir nun ein ganz
grosser Durchbruch gelungen, der die ART lokal die ART war letztlich immer nur eine lokale Theorie
durch eine gravomagnetische NKG-Theorie ersetzt (siehe weiter oben), die sich aber wohl noch
sehr, sehr lange experimentell-beobachtungstechnisch nicht von der ART unterscheiden lassen wird, mindestens mit
reinen Schwerkraftexperimenten mit neutralen, gänzlich ungeladenen Körpern.
Auf kosmischen Skalen ändert sich in der NKG nichts; dort gilt die Weltpotentialtheorie mit einer Weltmetrik
für Lichtbahnen, letztlich eine Müdlichttheorie, die weder Expansion, noch dunkle Energie und Materie kennt und
mit den Beobachtungen hervorragend übereinstimmt; siehe zu Letzterem einen schon älteren Plakatvergleich, und die seither verbesserte Übereinstimmung mit den
(Pantheon-)Supernovadaten und den scheinbaren „äquivalenten“ Galaxienwinkeln sieht man
weiter oben. Diese Verbesserungen waren aufgrund eines besseren Verständnisses der NKG möglich, das letztlich
auch den jetzigen Durchbruch finden half.
- Die akustischen ΛCDM-Weltschwingungen, die nach ΛCDM einen
wichtigen Beitrag zur Erklärung der Maxima des Leistungsspektrums der Hintergrundstrahlung (HS) liefern, gibt es
mindestens in gleicher Form in der WPT nicht. Andererseits kann die WPT aber die hohe Isotropie/Homogenität der HS
ganz natürlich ohne Inflation, diese hochspekulative Ad-hoc-Annahme der Standardkosmologie, ganz einfach durch
Thermalisierung erklären, für die es in einem stabil statischen All genug Zeit gibt. Es ist aber absurd, sich mit
Kräuselungen des HS-Sees auf Mikrokelvinskalen zu befassen, bevor man die hohe Isotropie/Homogenität nicht ohne an
den Haaren herbeigezogene Ad-hoc-Annahmen verstehen kann. Zudem ist zu bedenken, dass das theoretische
HS-Leistungsspektrum nicht nur von den „üblichen“ ΛCDM-Parametern abhängt, sondern auch noch von
vielen versteckten Parametern, die man vor allem beim Abziehen der vielen Mikrowellenvordergründe braucht, die den
direkten, ungestörten Blick auf die HS in den meisten Richtungen verdecken. Noch schwieriger ist die Beurteilung
des Strukturdichtespektrums, das man nur in unserer nächsten Umgebung theorie- bzw. modellunabhängig erhält.
- Über die kosmische WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung folgert
Ruth Durrer von der Uni Genf in
astro-ph-1103.5331v1 vom 29. März 2011 auf Seite 4 unten aus den Supernova Ia-Beobachtungsdaten sinngemäss:
Falls die Fehlerabschätzungen der Supernova Ia-Beobachtungen vertrauenswürdig sind, kann die Allgeometrie
nicht friedmannsch sein oder die Helligkeitsdistanz muss von der Beschleunigung der Allexpansion dominiert sein,
die einer positiven, kosmologischen Konstante Λ in den Friedmanngleichungen entspricht.
Das sieht auf den ersten Blick ganz nach einer Falsifizierung der WPT aus, denn die
WPT-Helligkeits-Rotverschiebungs-Beziehung entspricht gerade der entsprechenden Beziehung in einem völlig leeren,
hyperbolischen Friedmannmodell, also in einem All mit einer (nach Durrer) falsifizierten Friedmanngeometrie. Um
dies zu belegen, vergleicht sie das leere, hyperbolische Modell mit dem Konkordanzmodell, das heute recht
allgemein dafür anerkannt ist, dass es die bisherigen Supernovabeobachtungen korrekt beschreiben kann. Diesen
Vergleich führte ich mit gegenteiligem Ergebnis schon im Dezember 2005
erstmals durch.
Das genannte Modell der Friedmannkosmologie ohne Masse M und dunkle Energie bzw. Λ
((ΩΛ, ΩM, ΩK) = (0, 0, 1)) ist, wie schon
gesagt, völlig leer. Weil man aber weiss, dass das All nicht leer ist, muss dieses Friedmannmodell
im Rahmen der Standardkosmologie ausgeschlossen werden. Es ist nur darum interessant, weil es für
die Supernovadaten die gleiche Theoriekurve wie die statische WPT-Kosmologie und wie das alte SRT-Modell
von Milne liefert, von dem schon lange bekannt ist, dass es die Supernovadaten erstaunlich gut beschreiben
kann (siehe dazu auch den nächsten Punkt), ohne dass man das ohne Kenntnis der WPT physikalisch
hätte verstehen können. Die anfangs zitierte Aussage von Ruth Durrer ist aber weder auf das WPT- noch das
Milne-Modell anwendbar, wie sie selbst schreibt, da die Aussage nur bei gleich angenommener Hubblekonstante
im Konkordanzmodell und im leeren hyperbolischen Modell gelte; eine analoge, sich gleich auswirkende
Einschränkung gilt auch für die absolute Helligkeit, wie man im zweitletzten Absatz von Abschnitt 5.1.4 des
in einigen Teilen nicht mehr aktuellen, früheren WPT-Hauptaufsatzes nachlesen
kann: Weil H und die absolute Helligkeit von Supernovae nicht genau und vor allem auch nicht modellunabhängig
bekannt sind, ist die Helligkeit modellunabhängig nur bis auf eine (natürlich nicht beliebig grosse)
Konstante bekannt.
Nochmals zum Kern der Sache: In der eben angegebenen Referenz im Abschnitt 5.2 kann
sich jeder selber ein Bild über die Verträglichkeit der Beobachtungsdaten mit der WPT-Theoriekurve machen,
mindestens bis etwa zum Wissensstand von 2007; grundsätzlich hat sich daran bis heute nichts geändert.
Weil es eine ähnlich irrige Aussage von Ariel Goobar und Bruno Leibundgut gibt, verweise ich noch auf Abschnitt
6.4, Seite 33 in der Arbeit Weltpotentialtheorie, wo ich darauf etwas näher eingehe.
- Obige, irrige Milne/WPT-Falsifizierung hat die DPG mit dem
Faktenblatt Physik Konkret Nr. 20 vom April 2014 in verdeckt hinterhältiger Weise in den potentiell interessierten
Kreisen „werbewirksam“ verbreitet. Der DPG-Autor Dominik J. Schwarz, Professor an der Uni Bielefeld, schrieb
mir dazu in einem E-Brief vom 17. Juni 2014:
Sehr geehrter Herr Wolff,
auch wenn es Sie sehr enttäuscht, die Natur hat sich gegen das
Milne-Modell entschieden. Die Daten von Riess et al., die Sie in Ihrer
Darstellung heranziehen, liefern kein Gegenargument gegen die in Physik
Konkret gezeigte Abbildung. Das Milne-Modell konnte bis vor wenigen
Jahren durch SN Daten alleine nicht ausgeschlossen werden. Neuere Daten,
wie die von SNLS, sind hier aber eindeutig. Diese neuen Einschränkungen
kommen sowohl durch eine deutlich größere Anzahl an beobachteten SNe
zustande, als auch durch eine Reduktion der systematischen Fehler durch
Fortschritte bei der Photometrie von SNe.
Ich kann gut verstehen, dass man nicht glücklich sind [recte: ist], wenn einem die
Natur zeigt, dass die eigene Idee nicht funktioniert. Jedoch werden
wissenschaftliche Fragen üblicherweise nicht vor Gericht entschieden.
Mit freundlichen Grüßen,
Dominik Schwarz
Auf meine sachlichen Gegenargumente vom nächsten Tag erhielt ich
keine Antwort mehr: Schwarz hatte seinen Fehler offensichtlich erkannt, war aber ein schlechter Verlierer,
genau wie die DPG.
Als ich versuchte gerichtlich eine Gegendarstellung zu erzwingen,
argumentierte der Anwalt der DPG sinngemäss damit, dass man im genannten
Faktenblatt nur Meinungsäusserungen, aber keine (falschen) Tatsachenbehauptungen finde; eine
Gegendarstellung könne aber nur beim Vorliegen (falscher) Tatsachenbehauptungen verlangt werden.
Die entscheidende Passage dazu im endgültigen, nicht weiterziehbaren Abweisungsbeschluss des Landgerichtes
Bonn lautete:
Die vom Kläger begehrte Gegendarstellung ist auch in der abgeänderten Form unzulässig. Sie beschränkt sich
nach wie vor nicht auf die Richtigstellung unrichtiger Tatsachen. Auch wenn der Kläger im Kern darlegen
will, dass das in der "Physik konkret" veröffentlichte Diagramm unrichtig ist, weil Mess- und Solldaten nicht
zusammen passen, geht die beabsichtigte Gegendarstellung weit darüber hinaus. Allein durch Streichung des
letzten und von der Kammer im Hinweisbeschluss vom 07.05.2015 beanstandeten Absatzes erlangt die
Gegendarstellung noch keinen zulässigen Inhalt. Allein die im rechten Blickfeld oben durch Fettdruck
hervorgehobene Aussage "Die Weltpotentialtheorie (WPT), die die Dunkle Energie und beschleunigte Expansion,
ja überhaupt die Expansion als Trugbild müden Lichts erklärt, ist anders als Abb. 1 (verdeckt)
behauptet bisher unwiderlegt" beschränkt sich nicht auf die Widerlegung unrichtiger
Tatsachenbehauptungen, sondern hat vornehmlich bewertenden Charakter hinsichtlich der vom Kläger vertretenen
Theorie. Dasselbe gilt für die Wiedergabe des Inhaltes eines Schreibens des DPG-Autors Schwarz an den Kläger
vom 17.06.2014. Auch hier steht der bewertende Aspekt im Vordergrund. Es geht gerade nicht um die blosse
Richtigstellung von Tatsachen. Eine solche mag in dem vom Kläger vorgelegten Text zwar auch vorhanden sein.
Unter der Berücksichtigung des Gesamtinhaltes bleibt es jedoch bei der Unzulässigkeit der beantragten
Gegendarstellung.
Eine reine Richtigstellung ohne nachvollziehbaren Bezug auf den Gesamtzusammenhang und auf die Tatsache,
dass Schwarz sehr wohl bekannt war, dass bei Falsifizierung des Milnemodelles mit Supernovadaten auch das
WPT-Modell falsifiziert wird, hätten nur wenige Leser die Bedeutung der Richtigstellung richtig einordnen
können. Die eigentliche falsche Tatsachenbehauptung und den Grund, warum es dazu kam, habe ich in einem
eigenen „Faktenblatt“, das Bestandteil der Berufungsbegründung war,
meines Erachtens leicht und allgemeinverständlich erklärt; inzwischen gibt es einen Nature-Netzartikel von Nielsen, Guffanti und Sarkar, der
meine Milne/WPT-Residuenberechnung in Bild 2 unabhängig bestätigt (siehe untere Graphik von Fig. 3). Damit
ist das kritisierte DPG-Faktenblatt definitiv widerlegt und ebenso die Fig. 3 in der schon weiter oben
erwähnten Goobar/Leibundgut-Arbeit von 2011. Neuerdings (Jan. 2020) findet man die Tatsache, dass die
Supernovadaten sowohl zum Standardmodell wie zum Milnemodell (und damit auch zur WPT) passen, sogar in der
Populärzeitschrift Spektrum der Wissenschaft in einem Kosmologieaufsatz (mit spekulativen negativen Massen)
von Gabriel Chardin; ich verweise speziell auf die Abbildung auf Seite 69 im Heft 1.20. Ich hatte dies im Dezember 2005 erstmals erkannt; die WPT-Supernovakurve entspricht der Milne-Kurve.
Neues von der Supernovafront: Die Milne-Kurve entspricht nur bis zu einem z von etwa 1.5 der WPT.
Dazu verweise ich auf „Neues“ oben auf dieser Seite.
Nochmals zum Gerichtsurteil: Die Behauptung des Landgerichtes Bonn, dass sich eine Gegendarstellung auf
„die blosse Richtigstellung von Tatsachen“ zu beschränken habe, wurde vom Gericht frei erfunden:
Im
NRW-Pressegesetz findet man dazu nämlich nur folgende zwei Sätze:
„Überschreitet die Gegendarstellung nicht den Umfang des beanstandeten Textes, so gilt sie als
angemessen. Die Gegendarstellung muss sich auf tatsächliche Angaben beschränken und darf keinen
strafbaren Inhalt haben.“
Bei den vom Gericht kritisierten Teilen der Gegendarstellung handelt es sich, wie vom Gesetz verlangt, um
tatsächliche Angaben, die zudem für die richtige Einordnung der falschen Tatsachenbehauptung in den
Gesamtzusammenhang unverzichtbar sind.
Meine Gegner müssen politisch sehr einflussreich sein, gelang es ihnen doch einen besonders skrupellosen
Journalisten von „ZEIT Wissen“ gegen mich einzuspannen:
- Max Rauners
Lügenpamphlet in „ZEIT Wissen“ sollte wohl die WPT durch Diffamierung ihres Autors treffen
und erschien auch gerade zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort, in einer nicht wissenschaftlich,
sondern nur politisch/gesellschaftlich ausgerichteten Zeitschrift, um so versuchen zu können, das Landgericht
Bonn zu meinen Ungunsten zu beeinflussen: Wer will schon einem öffentlich gebrandmarkten Spinner als
solcher wurde ich von Rauner beschimpft (siehe Anfang der Begründung in meiner
Klageschrift auf Seite 2) Gelegenheit zu einer Gegendarstellung geben?
Mein Versuch, eine Gegendarstellung zu Rauners Pamphlet zu erzwingen, scheiterte schon formal, weil mein
Anwalt beim Landgericht ist in Deutschland ein Anwalt zwingend vorgeschrieben die absolute
Klagefrist von drei Monaten verpasst hatte; auch hatte ich in meiner
ursprünglichen Gegendarstellung die strengen, die Presse übermässig begünstigenden Vorgaben für eine
Gegendarstellung vermutlich unzureichend eingehalten. Zuvor hatte ich die Klage
selbst beim Amtsgericht Hamburg eingereicht, das sich aber für nicht zuständig erklärte.
- Was bleibt nach Aufgabe der ART-Feldgleichungen?
Lokal wird die ART mit ihren komplizierten Feldgleichungen in der NKG durch eine viel einfachere
gravomagnetische SRT-Theorie ersetzt, die aus einer Analogie im Sinne Heavisides zur Elektrodynamik entstand.
Sie beruht darum auf dem gut bekannten allerdings an die Gravitation angepassten Formalismus
der Elektrodynamik ohne Raumkrümmungen (siehe weiter oben).
Weil die ART wie auch Newton letztlich lokale Theorien sind, war ihre Anwendung auf die
Kosmologie schon immer ein hoch riskantes Pokerspiel.
- Zu meiner Person: Statt sich inhaltlich mit der WPT zu beschäftigen, wie es sich in den Wissenschaften
gehörte, wunderten sich manche Leute während der AG-Tagung in Bonn 2010 darüber, dass ich noch keine Artikel in
einer astronomischen Zeitschrift veröffentlicht hatte. Bis etwa 2006 gab es keinen Grund etwas zu veröffentlichen.
Seit 2009 werde ich aber teils durch das faschistisch/rassistische, globale Sprachdiktat und teilweise durch den
Dogmatismus der entscheidenden Leute im Bereiche der Astronomie und die globale Verfilzung an einer Veröffentlichung
gehindert, obwohl oder gerade weil meine neue Kosmologie seit Ende 2008 mindestens so gut begründet ist, dass eine
öffentliche Diskussion zur unabhängigen Überprüfung ihrer Tragfähigkeit allererste Priorität in Astronomie und
Physik haben müsste; von der Diskriminierung „ungeliebter Theorien“ können aber selbst bekannte
Professoren ein Liedchen singen; schliesslich geht es um Milliardenbeträge von öffentlichen Fördergeldern, und
in solchen Fällen muss die Wahrheitssuche in der Politik bekanntlich hintanstehen; dafür hatten schon die Päpste
eine global agierende Inquisition eingeführt.
Weil mangels verlässlicher Informationen und vor allem mangels Argumenten gegen die WPT auch
Falschinformationen über meine Person in Umlauf gesetzt wurden, habe ich jetzt einen kurzen Lebenslauf vom staatlich
bestallten Teilchenphysiker bis zum frei schaffenden Kosmologen aufgeschrieben:
Werdegang vom Kinderfernrohr bis zur Kosmologie
Letztmals bearbeitet: 7. April 2022
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